Wer will beim Weltrekord auf der Holzener Schützenwiese mit dabei sein?

Schützenfest Holzen

Etwas Gewaltiges hat Dirk Hanné für Holzen gebaut: Einen Durchmesser von 6,10 Metern hat die Schützenscheibe, auf die am Samstag jeder zielen kann. Eine größere gab es nirgendwo.

Holzen

, 14.09.2019, 04:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wer will beim Weltrekord auf der Holzener Schützenwiese mit dabei sein?

Die größte Schützenscheibe der Welt will Dirk Hanné, Vorsitzender des Schützenvereins Holzen, bis zum Schießen am Samstag, 14. Mai, fertiggestellt haben. Für den Aufriss der Bemalung hat er ein Gitternetz auf die Plakat-Skizze gezogen, das auf die großen Holzplatten übertragen wird. © Reinhard Schmitz

Wer ist beim Weltrekordversuch dabei? Möglichst viele, wie Dirk Hanné vom Schützenverein Holzen hofft. Eine Schützenscheibe der Superlative hat der Vorsitzende auf der Schützenwiese am Heideweg in Dortmund-Holzen gebaut. Mit 6,10 Metern Durchmesser die größte der Welt, wie er stolz berichtet: „Zurzeit liegt der Rekord mit 5,50 Metern in Rosenheim.“ Den werden die Bayern am Samstag, 14. September, los sein, wenn um 15 Uhr in Holzen der erste Schuss zum Schützenfest fällt.

Bis dahin muss alles fertig sein. Von einem dreistöckigen Gerüst trägt Hanné die Grundierung auf die Scheibe auf. Das Motiv hat der Ideengeber selbst entworfen. Ein ganzer Korb voller Sprühdosen steht bereit für die Darstellung des ältesten Hauses von Holzen, des sagenumwobenen Gut Steinhausen.

Dass die Fläche vor ihm bislang nur ein heller Kreis ist, lässt Hanné kalt. Er hat Erfahrungen mit riesigen Graffitis. Als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Westhofen hat er vor Jahren die Lärmschutzwand auf der Eisenbahnbrücke über die Wannebachstraße verziert. Jetzt hat er ein Gitterraster über den Entwurf des Steinhausen-Bildes gelegt, um es maßstabsgerecht auf die XXL-Schützenscheibe übertragen zu können.

Jeder darf auf die Insignien mitschießen

Mit seiner Aktion möchte Hanné seinem Schützenverein, der mit 141 Mitgliedern zu den größten der Stadt gehört, noch mehr Schwung geben. Geschossen wird nicht mit Kleinkaliber-, sondern mit einem Laser-Gewehr. Die Riesenscheibe wäre kaum zu verfehlen.

Aber man muss schon ein schmales Kästchen anvisieren, das Hanné vor dem Schützenvogel „Rex Wilhelm“ an der linken unteren Seite der Fläche aufhängen wird. Dort gibt es fünf Felder als Ziele. „Jeder darf dort auf die Insignien Apfel, Zepter, Krone, linker Flügel und rechter Flügel schießen“, sagt Hanné und lockt mit einem Orden von der größten Schützenscheibe der Welt: „Den will doch jeder an seiner Jacke haben.“

Neben Treffsicherheit ist eine Portion Glück gefragt

Wer sich eine der Insignien sichern will, braucht Treffsicherheit und Glück. Fünf Schuss kosten zwei Euro. Pro Treffer bekommt man 20 Cent zurück. Sie werden in die Waagschale einer zwei Meter hohen Justitia gelegt, in deren anderer Schale ein unbekanntes Gewicht liegt. Sobald die Waagschale mit den Münzen so gut gefüllt ist, dass sie nach unten sinkt, löst sie einen Kontakt aus, der die jeweilige Insignie zu Boden fallen lässt.

Nur beim restlichen Vogel wird später eine Ausnahme gemacht. Er wird von Hand abgenommen, damit ihn der glückliche Schütze wohlbehalten mit nach Hause nehmen kann. Ob er dann König für einen Tag oder einen längeren Zeitraum wird, ist noch offen.

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