Wie die IGA nach Schwerte kommt und wie man selbst Ideen einbringt

hzGartenschau 2027

Dortmunder Studenten planen derzeit einen Schwerter Beitrag für die IGA 2027. Und die Bürger können online mitmachen. Aber war die IGA nicht eigentlich abgehakt? Nein, jedenfalls nicht ganz.

Schwerte

, 27.05.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein großer Streit im Herbst 2018. Soll Schwerte an der Internationalen Gartenschau 2027 teilnehmen, und wenn, in welcher Form? Das Ganze entwickelte sich mehr oder weniger zu einer Machtprobe zwischen dem Bürgermeister und seinen Unterstützern im Rat und der Opposition. Am Ende setzten sich die Gegner der IGA durch und beschlossen: „Der Rat der Stadt Schwerte begrüßt die Internationale Gartenbauausstellung nicht und nimmt daran auch nicht teil.“ Was das bedeutet, diskutierte man auch im Anschluss noch länger.

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Im Februar 2019 machte der Rat die Tür dann wieder ein Stückchen auf für die IGA. Einstimmig beschloss man zumindest in kleinem Rahmen eine Beteiligung auszuloten. Allerdings - und das hatten die Gegner damals deutlich gemacht - nur wenn die Ruhrauen kein Thema mehr seien. Die spielten in den Plänen, die von der Verwaltung erarbeitet wurden, um Fördermittel zu erhalten, eine entscheidende Rolle.

Studenten erarbeiten Plan für IGA

Doch jetzt kehrt das Thema IGA 2027 wieder auf die Tagesordnung in Schwerte zurück: Die Stadt teilte in einer Pressemitteilung mit: Studierende aus der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund hätten eine Onlineumfrage gestartet, die noch bis zum 14. Juni aktiv sei. Das Thema: „Wie stellen sich Schwerter und Schwerterinnen eine Beteiligung der Ruhrstadt an der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 vor?“

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Grundlage der Arbeit der Studenten ist ein Memorandum, das die TU und die Stadt unterzeichnet hatten. Die dauerhaft angelegte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Schwerte und der TU Dortmund sieht unter anderem die Entwicklung von Ideen und Konzepten zur Teilnahme der Stadt Schwerte an der IGA Metropole Ruhr 2027 vor.

Nur bestimmte Gebiete werden überplant

Das Projekt befasst sich mit der Erstellung konkreter Planungskonzepte dafür. Ziel ist es, drei Bereiche für Besucher ansprechend und vor allem nachhaltig zu gestalten. Es handelt sich dabei um Flächen:

  • Im Landschaftspark der Rohrmeisterei,
  • an der Ruhrakademie
  • und um eine Fläche in der Nähe des Babywaldes in Wandhofen.

Die neu gestalteten Bereiche sollen auch nach der IGA den Menschen weiter zur Verfügung stehen.

„Wir vertreten gemeinsam die Auffassung, dass die Entwicklung lebenswerter und zukunftsfähiger Städte in einem vertrauensvollen Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und praxisnaher Anwendung gelingt“, hatte Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos im Oktober vergangenen Jahres gesagt, als er gemeinsam mit Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, Dekan der TU Dortmund, ein Memorandum of Understanding signierte.

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