„Mensch, wie glücklich bist du?“

„Mensch, wie glücklich bist du?“ Ein Überblick zu unserer Umfrage in Schwerte

Was haben zwei Jahre Corona mit uns gemacht? Wie geht es uns? Wie hat sich unser Leben verändert? An unserer Umfrage haben auch Schwerterinnen und Schwerter teilgenommen.
Homeschooling, Homeoffice und fehlende Freizeit: Wieviel Glück ist seit der Corona-Pandemie geblieben? An unserer Umfrage haben sich auch Menschen aus Schwerte beteiligt.
Homeschooling, Homeoffice und fehlende Freizeit: Wieviel Glück ist seit der Corona-Pandemie geblieben? An unserer Umfrage haben sich auch Menschen aus Schwerte beteiligt. © Niehaus

Wie geht es uns nach zwei Jahren Pandemie? Was sind unsere Sorgen und Ängste, was macht uns Mut, wie sehr schränken wir uns ein? An unserer nicht-repräsentativen Online-Umfrage mit dem Titel „Zwei Jahre mit Corona: Mensch, wie glücklich bist Du?“ haben in Schwerte insgesamt 125 Personen teilgenommen, 39 Männer und 86 Frauen.

Wir geben Ihnen an dieser Stelle einen Überblick über die Schwerter Umfrageergebnisse in Zahlen. Der größte Teil derjenigen, die bei unserer Umfrage mitgemacht haben (55 Personen), ist zwischen 40 und 60 Jahre alt. 44 Personen sind zwischen 20 und 40 Jahre alt. Über 60 Jahre alt sind 24 der Umfrage-Teilnehmer. Zwei Personen sind unter 20 Jahre alt.

Bei der Frage danach, wie sehr Corona das persönliche Leben belastet, hatten sich 41,6 Prozent der Schwerter mit „Deutlich“ geäußert. Sehr deutlich belastet fühlten sich 18,4 Prozent (23 Personen) der Befragten. 27,2 Prozent fühlen sich „etwas belastet“, kaum oder gar nicht belastet fühlen sich insgesamt 12,8 Prozent.

Beziehungsstress wegen Corona?

Auch Beziehungen können unter den Corona-Bedingungen leiden – wie unser Beispiel eines Schwerter Paares zeigt, das wegen der andauernden Impfdiskussion die Hilfe einer Beraterin in Anspruch nimmt. Zu der Frage, wie sehr die Beziehung unter den Corona-Bedingungen, leidet, war ein Großteil der Teilnehmenden allerdings der Meinung, dass Corona die Beziehung kaum (31,4 Prozent) oder gar nicht (29,8 Prozent) belastet habe.

18,2 Prozent gaben an, Corona habe die Beziehung „etwas“ belastet. Insgesamt gaben aber auch hier rund 20,7 Prozent der Befragten an, die Corona-Bedingungen hätten ihre Beziehung „deutlich“ oder „sehr deutlich“ belastet.

Angst, Spielsucht und Essstörungen bei Kindern

Kinder sind diejenigen, die in der Pandemie bisher besonders harte Einschnitte erfahren haben. Wir haben die Schwerter gefragt, worunter die Kinder nach ihrer Einschätzung am meisten leiden.

Nach Angabe vieler Befragten (86 Personen) hätten Kinder Angst vor einer „eigenen Ansteckung“. Es folgen die Angst vor Ansteckung von Eltern und Großeltern sowie Angstzustände (jeweils 85 Befragte), weniger Unternehmungen mit den Eltern sowie Vereinsamung (jeweils 84), weniger Kontakte (83), Spielsucht und Essstörungen (jeweils 82).

78 Personen gaben an, ihre Kinder litten unter dem Ausfall von Schulunterricht und dem damit verbundenen Homeschooling und schlechteren Schulleistungen. Ebenfalls 78 Befragte gaben an, dass sie eine Störung kindlicher Entwicklung (Sprache, Bewegung, soziale Kompetenz) bemerkt hätten.

Rund 37 Prozent fühlen sich überfordert

Wie sieht es mit der persönlichen Überforderung aus? Das Gefühl, wegen Corona ständig oder häufig überfordert zu sein, haben 36,8 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer. 28,8 Prozent gaben an, „manchmal“ überfordert zu sein. Selten fühlen sich 22,4 Prozent überfordert. Die Antwort „Nie“ gaben 12 Prozent an.

Deutlich mehr Sorgen um die persönliche Gesundheit machen sich seit Beginn der Pandemie 33,6 Prozent. 11,2 Prozent gaben sogar an, „sehr deutlich“ mehr besorgt zu sein. Etwas besorgt zeigten sich 26,4 Prozent der Frauen und Männer. Und wieder 11,2 Prozent sagen, sie machten sich gar keine Sorgen.

Über die Hälfte der Befragten schränkt sich stark ein

Corona-Einschränkungen und die Frage nach der Impfpflicht stehen in vielen Diskussionen ganz oben auf der Liste. Wie stark schränken sich die Schwerter Befragten persönlich ein, um sich vor einer Infektion zu schützen? Hier ist die Antwort deutlich: 56 Prozent gaben an, sich stark einzuschränken. 11,2 Prozent gaben sogar an, sich sehr stark einzuschränken. „Etwas“ eingeschränkt haben sich 30,4 Prozent der Umfrage-Teilnehmer.

Auch bei der Frage nach einer allgemeinen Impfpflicht ist die Antwort eindeutig: 56,8 Prozent sind dafür, 16 Prozent sind dafür, allerdings nicht für Kinder. Für bestimmte Berufsgruppen halten 4,8 Prozent eine Impfpflicht für sinnvoll. Gegen eine Impfplicht sind 24,8 Prozent der Befragten. 2 Personen hatten zu der Frage keine Meinung.

Vertrauen? Na klar – in den Hausarzt

Wem vertrauen unsere Schwerter Umfrage-Teilnehmer, wenn es um gesundheitliche Infos geht? „Sehr deutlich“ vertrauen mit 30,4 Prozent die meisten Personen ihrem Hausarzt, gefolgt von Institutionsvertretern wie dem RKI-Präsidenten (20 Prozent). Beim „deutlichen“ Vertrauen schnitten Hausarzt (42,4 Prozent) und Institutionsvertreter (35,2 Prozent) sogar noch besser ab, gefolgt von der Familie und Freunden (24 Prozent) und einzelnen Politikern (21,6 Prozent).

„Etwas Vertrauen“ bringen 36 Prozent sowohl der Familie und Freunden als auch einzelnen Medien entgegen. Gar kein Vertrauen hat der Großteil der Befragten in einzelne Prominente (62,4 Prozent) oder Influencer auf Facebook oder Instagram (87,2 Prozent). Auch die grundsätzlich eher corona- oder impfkritischen Medien fallen durch: 60 Prozent vertrauen ihnen gar nicht, 17,6 Prozent vertrauen ihnen kaum. Der Anteil der Befragten, die coronakritischen Medien „sehr deutlich“ oder „deutlich“ vertrauen, liegt insgesamt bei 6,4 Prozent.

Berufliche Situation hat sich bei vielen nicht verschlechtert

Wie sieht es im Job aus? Bei der Frage, ob sich die berufliche Situation seit Beginn der Pandemie verschlechtert hat, haben in Schwerte 30,4 Prozent der Befragten mit „gar nicht“ geantwortet. Trotzdem gibt es auch Menschen, bei denen sich die Situation „sehr deutlich“ (12 Prozent) oder „deutlich“ (18,4 Prozent) verschlechtert hat.

Bei Einkommen fällt die Antwort noch deutlicher aus: In Schwerte geben 64,8 Prozent aller Umfrageteilnehmer an, dass sich ihr Einkommen gar nicht verschlechtert habe. Knapp zehn Prozent gaben hingegen an, ihr Einkommen habe sich sehr deutlich oder deutlich verschlechtert.

Ähnlich sieht es bei der Frage aus, ob man sich Sorgen um die berufliche Zukunft mache. 48,8 Prozent, also rund die Hälfte der Befragten machen sich gar keine Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Rund zehn Prozent geben ihr Besorgnis hingegen mit „sehr deutlich“ an.

Wie sieht es mit der Arbeit im Homeoffice aus?

Die Hälfte der Teilnehmer unserer Umfrage gab an, nie im Homeoffice zu arbeiten (50,4 Prozent). „Ständig“ (16 Prozent) oder „häufig“ (9,6 Prozent) arbeiten vergleichsweise wenig Schwerter von zu Hause aus. 10,4 Prozent gaben an, „manchmal“ im Homeoffice zu arbeiten.

Die Erfahrungen der meisten Befragten mit der Arbeit im Homeoffice waren dabei „sehr gut“ (32,4 Prozent) oder „eher gut“ (17,6 Prozent). Es gab allerdings auch Männer und Frauen, die ihre Erfahrungen mit „eher schlecht“ (17,6 Prozent) angaben. Sehr schlechte Erfahrungen mit dem Homeoffice machten 2,7 Prozent.

Denn gerade im Homeoffice verändert sich die Arbeitswelt. 80 Personen gaben an, während des Homeoffice habe sich die Wohnsituation verschlechtert. 79 vermissen die Gesellschaft der Kolleginnen und Kollegen. Knapp dahinter gaben 78 Personen an, die technische Ausstattung zu Hause sei schlechter – außerdem fällt es vielen schwer, Arbeit und Privatleben abzugrenzen. Auch das konzentrierte Arbeiten und die Organisation fällt vielen (77) schwer.

Während 77 Personen längere Arbeitszeiten im Homeoffice bemängeln, geben gleichzeitig genauso viele Schwerter an, sie hätten durch fehlende Fahrten Zeit gewonnen.

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