Wieder Warnstreik am Donnerstag in Schwerte: Nicht nur Busse betroffen

hzVerdi-Aufruf

Jetzt also doch: Nachdem DSW21 bereits am Montag Streiks angekündigt hatte, hat die Gewerkschaft Verdi nun auch offiziell zum Streik aufgerufen. Der betrifft nicht nur Bus und Bahn.

Schwerte

, 13.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nun also doch: Nachdem die DSW21 bereits am Montag Warnstreiks für Donnerstag angekündigt hatten, zog man dies am Montagabend wieder zurück, da es noch keinen Streikaufruf von der Gewerkschaft Verdi gab. Noch nicht.

Am Dienstagmorgen kam dann die offizielle Mitteilung von Verdi: Am Donnerstag, 15. Oktober, wird wieder gestreikt – unter anderem im ÖPNV der DSW21, wovon erneut die Buslinien zwischen Hörde und Schwerte betroffen sind.

Bestreikt wird allerdings nicht nur der DSW21, sondern auch die Stadtverwaltung Schwerte.

Baubetriebshof größtenteils geschlossen

Nach einer ersten Einschätzung von Ramona Wolf, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi, werden in Schwerte die Kitas wohl grundsätzlich geöffnet bleiben, wenn sie es wegen der Ferien überhaupt sind. "Die Kitas werden wahrscheinlich nur Delegationen zum Streik schicken", so Wolf.

Der Baubetriebshof dagegen bleibe größtenteils geschlossen. Mit den Beschäftigten der Stadtverwaltung zusammen erwartet Ramona Wolf, dass rund 80 bis 100 Beschäftigte ihrem Streikaufruf nach Dortmund folgen werden. Aufgrund der Corona-bedingt verschärften Bedingungen im Kreis sei dies aber nur eine erste Einschätzung.

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Verdi-Streik vor dem Rathaus in Schwerte

Im ÖPNV die Linien 430, 435 und NE 25 betroffen

Beim ÖPNV sind die Buslinien 430 und 435 mit Anbindung an Hörde vom Streik betroffen. Diese werden am gesamten Donnerstag nicht fahren.

Die Nacht-Express-Linien im Dortmunder Netz werden ebenfalls stillgelegt. Somit ist auch die Linie NE25 betroffen, die zwischen Schwerte und Hörde fährt.

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Nicht betroffen dagegen sind die Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien, die im DSW21-Verkehrsgebiet fahren, sowie die H-Bahn. Allerdings haben Pendler dann in Dortmund keinen Anschluss an Busse und U-Bahnlinien.

Obwohl Ferien sind, werden Autofahrer an diesem Tag wohl vermehrt mit Staus rechnen müssen.

Demonstrationszüge und Abschlusskundgebungen in Dortmund

Es ist bereits der dritte Warnstreik in kurzer Zeit. „Die Beschäftigten zeigen deutlich, dass sie auch in der aktuellen Krise bereit sind, sich für ihre Interessen einzusetzen. Trotzdem gehen wir die Warnstreiks maßvoll an und halten vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen ein", wird Gabriele Schmidt, Landesleiterin von Verdi NRW, in einer Pressemitteilung zitiert.

Die Demonstrationszüge und die Abschlusskundgebung auf dem Südwall würden mit umfänglichen Abstandsmöglichkeiten organisiert und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes sei obligatorisch, heißt es in der Mitteilung weiter. Die dritte Runde der Verhandlungen mit den Arbeitgebern ist laut Verdi für 22./23. Oktober 2020 in Potsdam angesetzt.

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