Zeit tickt für die Reparatur des Holzkreuzes im Wald: Geld in Gefahr

hzSchwerter Wald

Beim Frühlingssturm Sabine war das große Holzkreuz im Schwerter Wald schwer beschädigt worden. Für die Reparatur hat das Land NRW Fördergeld bewilligt. Doch das ist in Gefahr.

Schwerte

, 26.10.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zeit tickt für die Reparatur des vom April-Sturm Sabine zerstörten Holzkreuzes im Schwerter Wald. Zwar wurde es für die traditionelle Hubertusmesse nicht benötigt, die eigentlich immer am letzten Oktobersonntag unter dem christlichen Symbol gefeiert wird. Die Veranstaltung mit den Paderborner Jagdhornbläsern war wegen Corona abgesagt.

Aber die Nachbarn vom Heideschicht 16 müssen Fördermittel, die sie vom NRW-Heimatministerium für die Wiederherstellung bekommen haben, bald ausgegeben haben.

„Heimatscheck“ unterstützt die Reparatur mit 2000 Euro

„Ich hoffe, dass das in diesem Jahr noch gemacht wird“, sagt Bernd Engelhardt, Sprecher des Nachbarschichts, mit Blick auf die Fertigstellung. Denn bis Ende Dezember müsse er die Abrechnung für den sogenannten „Heimatscheck“ aus Düsseldorf erledigt haben, der die Aktion mit 2000 Euro unterstützt. Die Ausführung übernimmt der städtische Bauhof. Sie sollte eigentlich bis zur Hubertusmesse erledigt sein.

Traditionell wird unter dem Holzkreuz am letzten Oktobersonntag die Hubertusmesse mit dem Paderborner Jagdhornbläsercorps gefeiert. In diesem Jahr fiel sie wegen Corona aber aus.

Traditionell wird unter dem Holzkreuz am letzten Oktobersonntag die Hubertusmesse mit dem Paderborner Jagdhornbläsercorps gefeiert. In diesem Jahr fiel sie wegen Corona aber aus. © Reinhard Schmitz (A)

„Das Kreuz ist in Arbeit“, weiß Bernd Engelhardt. Mitarbeiter des Bauhofs hätten es abmontiert und in ihre Werkstatt mitgenommen. Das benötigte Holz sei bei der Firma Spaeing auf der Binnerheide gekauft worden.

Zum Schutz solle noch eine Abdeckung aus Kupferblech angebracht werden. Stadtsprecher Antonino Pitasi bestätigt, dass noch Schlosserarbeiten vorgenommen werden müssten. „Nach Rücksprache mit dem Baubetriebshof ist das Kreuz so gut wie fertig und wird bald aufgestellt“, kündigt er an.

Der Sturm hatte eine mächtige Fichte auf das Kreuz gekippt

Als der Frühjahrssturm Sabine durch den Schwerter Wald gefegt war, hatte das Kreuz schweren Schaden davongetragen. Eine mächtige Fichte war umgekippt und hatte einen der beiden Seitenschenkel abgerissen. Zudem war sogar eine Ecke aus dem steinernen Sockel herausgebrochen.

Der Baumstamm schlug auch eine Ecke aus dem Granitsockel des Kreuzes.

Der Baumstamm schlug auch eine Ecke aus dem Granitsockel des Kreuzes. © Bernd Engelhardt (A)

Die Stadt sicherte den Nachbarn Hilfe bei den Reparaturen zu. Weil sie dafür keinen Arbeitslohn berechne, bleibe noch Fördergeld übrig, um die Umgebung des Holzkreuzes aufzuwerten, berichtet Bernd Engelhardt: „Wir werden zusätzlich zwei altengerechte Bänke am Kreuz aufstellen.“

Anschließend sei eine Segnung des Kreuzes geplant, die schon mit den Kirchengemeinden abgestimmt sei: „Mit Pfarrer Iwan und Pfarrer Görler.“

Kreuz wurde 1984 als Ersatz für den Partnerschaftsstein errichtet

Seit 1984 steht das Kreuz auf der kleinen Lichtung hinter dem Waldrestaurant Freischütz. Mit Holz aus dem Schwerter Wald haben es Nachbarn vom Heideschicht 16 errichtet - als Mahnung für die in den Weltkriegen getöteten Soldaten. Ursprünglich hatte diese Aufgabe ein großer Findling, ein Felsbrocken aus der Eiszeit, erfüllt. Doch der wurde als Partnerschaftsstein zum Postplatz gebracht.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt