Zwei Corona-Fälle: Grundschule in Hennen bleibt geschlossen

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Zwei Lehrkräfte an der Grundschule in Hennen wurden positiv auf Corona getestet. Das bestätigte der Märkische Kreis am Mittwoch und erklärte, was jetzt passiert.

Schwerte

, 07.10.2020, 12:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ausgerechnet vor den Herbstferien: Am Dienstag wurde bekannt, dass zwei Lehrer der Grundschule in Iserlohn-Hennen sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Rausgekommen sei das bei Routinetests. Noch im Laufe des Tages informierte man die betroffenen Eltern.

Nach Angaben der Stadt bleibt die Schule vorerst geschlossen. Bis zu den Herbstferien, die in der kommenden Woche beginnen. „Die Schulverwaltung kann bestätigen, dass in Absprache mit Gesundheitsamt die Schule für die letzten beiden Tage bis zu den Ferien geschlossen bleibt“, erklärte Christiane Schönefelder, von der Pressestelle der Stadt Iserlohn am Mittwoch auf Anfrage.

Daneben heißt es in einer WhatsApp-Nachricht an die Eltern: Die Eltern der Kinder aus den betroffenen Klassen bekämen vom Gesundheitsamt eine E-Mail mit einem Symptomtagebuch zugemailt. Das solle man nun führen. Für alle weiteren Nachrichten sei das Gesundheitsamt zuständig.

Sprecher des Kreises bestätigte die Fälle

Der Sprecher des Märkischen Kreises, Hendrik Klein, bestätigte am Mittwoch auf Anfrage, dass es zwei sogenannte Indexfälle an der Schule gebe, dabei handele es sich um Lehrpersonal, so der Kreissprecher. Was jetzt passiere und was man wissen müsse? Das ergebe sich aus einem Szenario, dass der Kreis für diese Fälle entwickelt habe.

  • Wenn ein Schüler oder eine Lehrer positiv auf Corona getestet wurde, muss der Betroffene sofort für 14 Tage in Quarantäne. Das ordnet das Gesundheitsamt direkt an.
  • Die Schule informiert alle Eltern von Kindern, die direkt betroffen sind. Denn auch die müssen ab sofort in heimische Quarantäne.
  • Außerdem werden alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 zum Test geschickt: Dazu gehören normalerweise die Kinder, die bei diesen Lehrkräften Unterricht hatten.
  • Ein Abstrich auf Covid-19 erfolgt nach den Richtlinien des Märkischen Kreises bei den Kontaktpersonen der Kategorie 1 nicht sofort, sondern zwischen dem 10. und 12. Tag nach dem letzten Kontakt. Der Abstrich erfolge erst zu diesem Zeitpunkt, da die Inkubationszeit 14 Tage betrage. In diesen 14 Tagen könne die Krankheit jederzeit ausbrechen, heißt es dazu in den Anweisungen.
  • Theoretisch könne der Kreis auch kurzfristig entscheiden, früher zu testen. Doch ein negatives Testergebnis würde die Quarantäne nicht beenden.

Für alle betroffenen Schüler bedeutet die, dass sie wohl den größten Teil der Herbstferien zu Hause in der Wohnung verbringen müssen.

Gesundheitsbehörden ermitteln noch

Aktuell ermitteln die Gesundheitsbehörden noch die Kontaktpersonen, wie eng die Kontakte waren und wie die konkreten Maßnahmen im Fall Hennen aussehen sollen.

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