Nils Bauer verlängerte genau wie 21 andere Spieler beim PSV Bork. © Nico Ebmeier
Fußball

Auch der Kapitän bleibt beim PSV Bork – „Habe maximal noch nach einer Tankfüllung gefragt“

Wie 21 weitere Spieler bleibt „natürlich“ auch Nils Bauer eine weitere Saison beim PSV Bork. Der Kapitän brauchte quasi keine Zeit zum Nachdenken, versuchte aber noch ein bisschen was rauszuschlagen.

Martin Klingenberg verkündete es in der vergangenen Woche: Mindestens 22 Spieler werden auch in der zukünftigen Saison Kreisliga-Fußball beim PSV Bork spielen. Ohne dass es der Sportliche Leiter genau erklärte, war dabei dann auch klar, dass Kapitän Nils Bauer zu den Zusagen zählt. Grund dafür ist auch die Entwicklung in diesem Jahr.

„Es war für mich klar, dass ich verlängere“, so der Borker. „Ich habe im Seniorenbereich nur beim PSV gespielt und das wird auch erstmal so bleiben.“ Ganz so schnell wie bei manchen anderen Teamkollegen ging die Vertragsverlängerung des Abwehrchefs allerdings nicht. „Ich habe noch ein bisschen rumgeflachst und angefragt, ob ich vielleicht noch eine Tankfüllung und ein paar Fußballschuhe bekomme“, erklärt Bauer – natürlich mit einem zwinkernden Auge.

Generell gab es nämlich für den B-Liga-Kicker überhaupt keinen Grund, auch nur Ansatzweise einen Wechsel in Betracht zu ziehen: „Wir haben ein tolles Team. Die Sportliche Leitung und Sanmi (Ojo, Trainer Anm. d. Red.) machen einen überragenden Job, es passt einfach alles zusammen. Es ist eine echte Borker Mannschaft.“

Nils Bauer sieht eine gute Entwicklung beim PSV Bork.
Nils Bauer sieht eine gute Entwicklung beim PSV Bork. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Gerade Spielertrainer Ojo, der im nächsten Jahr allerdings fast nur noch an der Seitenlinie stehen möchte, bekommt von seinem Spieler dabei nochmal ein Extralob: „Er ist extrem nah dran und kennt sich überall aus. Das liegt natürlich daran, dass er quasi alles außer Torwart schon mal gespielt hat. Er sorgt jederzeit für gute Stimmung und ist hochmotiviert.“

Nils Bauer verlängert beim PSV Bork

„Wenn ich schon sehe, dass er da mit seinem Tablet ankommt und uns Spielszenen unserer nächsten Gegner vorspielt, ist das schon Wahnsinn. Er ist einfach 100 Prozent positiv fußballverrückt. Manchmal frage ich mich, was da als Nächstes kommt. Der Mannschaftsbus?“ fragt der Verteidiger lachend.

Doch auch Bauer weiß, dass es ein weiter Weg war, bis sich die Mannschaft wirklich gefunden hatte. „Vielleicht war Sanmi am Anfang noch etwas zu locker, da fehlte dann etwas Hierarchie. Jetzt ist das alles geregelt und jeder weiß, wo er zu stehen hat“, lobt der Kapitän, der auch im ganzen Verein eine positive Entwicklung sieht. „Ich fand die Halloween-Party dafür exemplarisch. Heavy Kickers, Damen- und Herrenmannschaft haben alle zusammen gefeiert – das gab es in Bork lange nicht mehr.“

Halloween-Party zeigte Stimmung im ganzen Verein

Statt weiteren Partys steht nun aber erstmal nach dem spielfreien Wochenende wieder die Kreisliga im Vordergrund. Und da soll auch aus Bauers Sicht bald wieder der Blick Richtung Oberhaus geworfen werden. „Der PSV Bork gehört in die Kreisliga A und spätestens mittelfristig sollten wir dahingehend auch angreifen“, so Nils Bauer.

„Aber das ist im Kreis Unna/Hamm immer sehr schwierig, weil es gefühlt in jedem Jahr eine Mannschaft gibt, die mit finanziellen Mitteln unbedingt den Aufstieg erzwingen will. Das macht es dann für Vereine wie uns nicht einfacher.“ Ob der PSV aber vielleicht schon in diesem Jahr das Zeug zur Spitzenmannschaft hat, wird sich nun spätestens in den Topduellen mit dem TuS Niederaden und GS Cappenberg II zeigen.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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