Ein Neuzugang von Mario Rast ist von der Mannschaft der SG Selm beeindruckt. © Nico Ebmeier
Fußball

Neuzugang der SG Selm strotzt nach Tests vor Selbstvertrauen: „Wir wollen kein Spiel verlieren“

Der Kader der SG Selm ist im Vergleich zur vergangenen Saison nochmal deutlich verbessert und gehört sicher zu den besten der Kreisliga A Münster. Bei einem Neuzugang führt das zu großen Zielen.

Fabian Konietzni, Sebastian Rast, Felix Schröder, Robin Maikötter, Kevin und Robin Coerdt. Alle sechs Neuzugänge der SG Selm kamen in diesem Sommer aus der Bezirksliga. Alle sechs haben dementsprechend auch Ansprüche auf einen Stammplatz in der Mannschaft von Mario Rast. Gerade im Sturm sorgt das für ein echtes Luxusproblem.

„Das ist schon ordentlich Konkurrenzkampf“, weiß auch Felix Schröder, der im Angriff vier Mitspieler hat, die ebenfalls Ansprüche auf die Startelf stellen. Trainer Mario Rast hat nämlich die Qual der Wahl aus Schröder, Sebastian Rast, Alexander Schwegler, Kevin Coerdt und Sebastian Kramzik die besten beiden Stürmer für sein System zu finden. „Viele von uns sind komplett unterschiedlich und das macht diese Mannschaft so gefährlich“, so die Selmer Nummer 9.

Felix Schröder (l.) bejubelte gegen GS Cappenberg mit Dennis Clement Dias (r.) sein 2:0.
Felix Schröder (l.) bejubelte gegen GS Cappenberg mit Dennis Clement Dias (r.) sein 2:0. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

„Aber ich werde alles geben, damit Mario am ersten Spieltag gar nicht erst die Möglichkeit sieht, auf mich zu verzichten. Zur Not kann ich ja aber auch mit meiner Schnelligkeit auf dem Flügel spielen“, sieht der 22-Jährige noch eine zweite Möglichkeit auf einen Platz im Team.

Nach fast einem Jahr Lockdown und dem letzten Spiel Anfang Oktober war es dabei für Felix Schröder nun richtig schwierig, passend beim Start im neuen SG-Dress ausreichend fit zu sein. „Ich bin überhaupt nicht der Typ, der dann ins Fitnessstudio geht oder zwei Mal in der Woche laufen. Ich habe einfach Glück, dass ich einen guten Stoffwechsel habe und den ganzen Tag essen kann, ohne dick zu werden“, sagt der Student lachend. Aber eben wegen dieser „Faulheit“ musste der Stürmer in der Vorbereitung und den ersten Trainingseinheiten ordentlich Lehrgeld zahlen.

Jetzt, knapp vier Wochen vor dem Saisonstart, ist Schröder aber wieder fit und scheint richtig Bock zu haben, mit seiner neuen Mannschaft Großes zu erreichen. „Ich kenne die neue Liga quasi überhaupt nicht, aber ich mir sicher, dass wir oben mitspielen können. Unser Ziel ist es, kein Spiel zu verlieren“, lautet die Kampfansage des Stürmers, der zumindest seinen Toreinstand im Stadt-Derby schon einmal gefeiert hat.

Felix Schröder trauert vergebener Großchance nach

Gegen GS Cappenberg hätte es aber auch gerne ein Törchen mehr sein können, denn kurz nach der Halbzeit verschoss der 22-Jährige völlig freistehend aus 15 Metern eine Großchance weit über das GSC-Tor. „Ja, das war schon ein verrückter Schuss“, erinnert sich Schröder. „Ich weiß wirklich nicht, was da passiert ist. Aber besser in der Vorbereitung als in der Saison.“

Auch aufgrund der scheinbar sehr guten Selmer Mannschaft, hat sich deshalb auch der Wechsel aus Olfen schon jetzt komplett gelohnt. „Ich und auch die anderen Neuzugänge fühlen sich hier richtig wohl. Da ich nun aber auch mit meiner Freundin nach Selm gezogen bin, hätte ich gar nicht mehr in Olfen spielen können. Dreimal die Woche dahin und dazu noch zum Studieren nach Dortmund wäre einfach nicht machbar“, resümiert der Neu-Selmer, der aber weiter ein Herz für den SuS von der Hoddenstraße hat.

„Natürlich schaue ich noch zurück nach Olfen. Ich war auch beim ersten Testspiel zusammen mit Julian Wilhelm und Sebastian Rast dort am Platz und habe mir das angeschaut. Jetzt geht das dann zwar nicht mehr so häufig, weil wir oft zeitgleich spielen. Die Ergebnisse schaue ich dann aber trotzdem direkt nach dem Abpfiff an.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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