Wie hier zwischen Furkan Kücükyagci (rot) und Tom Zentgraf (grün) ging es im ganzen Spiel zwischen GS Cappenberg und dem Kamener SC ordentlich zur Sache. © Ebmeier
Fußball

Platzverweis, Rudelbildung und späte Entscheidung: GS Cappenberg gegen Kamener SC ist „Krampfspiel“

Das Spiel zwischen GS Cappenberg und dem Kamener SC wird entgegen der Erwartungen zur Zitterpartie. Am Ende entscheidet ein Platzverweis.

Vor dem Spiel waren die Vorzeichen im Duell zwischen GS Cappenberg und dem Kamener SC eindeutig. Der KSC kam als Tabellenführer der Fußball-Kreisliga A in das Kohuesholz und GSC hatte vor Kurzem 0:6 gegen TuRa Bergkamen verloren. Die Partie wurde am Ende aber tatsächlich ziemlich knapp.

„Es ist hier in Cappenberg jedes Jahr für uns ein echtes Krampfspiel“, so Ahmet Kahya, Trainer der Kamener. „Aber am Ende haben wir das völlig verdient gewonnen. Wir hatten gerade in der ersten Halbzeit vier Riesen-Chancen und haben uns lange nicht belohnt.“

Kurioserweise war man trotz der 0:2 (0:0)-Niederlage auch bei GS Cappenberg mit der Partie durchaus zufrieden. „Wir haben uns vorgenommen, uns im Vergleich zur letzten Woche zu steigern und haben das geschafft. Allerdings war das auch nicht wirklich schwer. Aber die Jungs haben das gut gemacht und haben alles gegeben. Am Ende hat Kamen aber auch verdient gewonnen“, resümiert auch GSC-Coach Pascal Harder die Pleite.

Kamener SC schlägt GS Cappenberg mit 2:0

Denn Cappenberg spielte gegen den Tabellenführer gut mit, es fehlte nur ein wenig an der offensiven Durchschlagskraft. Doch supergefährlich wurde Kamen auch nicht und wenn sie dann doch mal vor dem Kasten von GSC-Schlussmann Bendix Wagner auftauchten, hielt der Torwart stark.

So dauerte es bis zur zweiten Halbzeit, bis das Spiel wirklich Fahrt aufnahm. Dann aber warf der KSC alles nach vorne und belagerte das Cappenberger Tor nach Belieben. Meistens lag es an den eigenen Nerven, dass der Ball nicht zum 0:1 im Tor flatterte.

In der 67. Minute gab sich GSC dann aber den Todesstoß in Form eines Platzverweises. Nach einem harten Zweikampf wurde Lukas Glaser zwar böse beleidigt, doch dennoch wurde das Fassen ins Gesicht des Gegners völlig zurecht mit der Roten Karte belangt.

David Eichmanns (r.) und Tom Milder (l.) im Kopfballduell.
David Eichmanns (r.) und Tom Milder (l.) im Kopfballduell. © Ebmeier © Ebmeier

Nun hatte der Tabellenführer endgültig Oberwasser und schoss auch folgerichtig das Tor zur Führung. Nach einem Standard kam Hasan Bastürk vor der GSC-Abwehr zum Kopfball und die Kugel schlug unhaltbar über Wagner ein (76.). Bei Cappenberg waren die Kräfte am Ende und so hatten es die Kamener nicht sonderlich schwer, das 1:0 zu verteidigen.

In der Nachspielzeit gelang dem KSC dann sogar noch das zweite Tor nach einem Konter, doch wirklichen Einfluss hatte der Treffer von Jan Brinkmann nicht mehr. „Vielleicht war es mit dem 2:0 sogar noch etwas zu hoch, aber die Tabellenregionen, in den Kamen spielt, sind gar nicht unser Anspruch. Die Jungs haben sich voll reingehangen und am Ende hat es leider nicht gereicht“, so ein zufriedener Harder.

GSC: Wagner – Elfert (82. Siegeroth), Griskevic, Stasch, Selbstaedt, Stiens, Zentgraf, Eichmanns (53. Grochowski), Harder (60. Glaser), Jäger, Pestinger (57. Zentgraf)

KSC: Schrader – Bastürk, Cirak, Dennighoff, Milder, Kücükyagci, Hahn (89. Yildiz), Lenz, Jacob (56. Dennighoff), Aktas (70. Hümmer), Kücükyagci (79. Brinkmann)

Tore: 0:1 Bastürk (75.), 0:2 Brinkmann (90.)

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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