Sebastian Kramzik (r.) und die SG Selm stehen vor einem Topspiel. © Nico Ebmeier
Fußball

Sebastian Kramzik ist vor dem „Sechs-Punkte-Spiel“ für die SG Selm gerade richtig in Topform

Am Wochenende trifft die SG Selm auf das wohl stärkste Team der Liga. Umso wichtiger ist es, dass Sebastian Kramzik gerade zu seiner Topform zurück gefunden hat.

Nur einen Punkt aus den vergangenen beiden Kreisliga-Spielen holten sich die Fußballer der SG Selm zuletzt und verspielten damit ein wenig die sehr gute Ausgangssituation auf die Aufholjagd Richtung Tabellenspitze. Das Topspiel am Sonntag (15 Uhr, Egelshove, Münster) kommt da irgendwie zur richtigen und auch zur falschen Zeit.

„Natürlich ist es etwas schade, dass wir zuletzt nicht mehr Punkte geholt haben. Aber das heißt ja nicht, dass wir schlecht gespielt haben. Gerade zuletzt gegen Rinkerode (1:1) waren wir die klar bessere Mannschaft“, schaut Stürmer Sebastian Kramzik auf die vergangenen beiden Wochenende zurück.

Dazu hatte gerade für ihn das Heimspiel gegen den SVR endlich wieder gute Nachrichten geliefert. Nach einem Stotterstart bei dem „Krabbe“, wie er in Selm gerufen wird, oft nicht ganz fit war, konnte er für die Mannschaft von Mario Rast nun endlich den ersten Ligatreffer hinzusteuern.

„Klar, das tut einem extrem gut“, weiß Kramzik selbst genau. „Ich war gerade zu Saisonbeginn noch etwas angeschlagen, konnte nicht immer mit trainieren, aber jetzt scheint alles wieder zu passen.“ Sogar noch wichtiger schien dem 29-Jährigen dabei aber natürlich sein erster Saisontreffer beim Kreispokal-Donnerstag in der vergangenen Woche gewesen zu sein.

Mit seinem Tor in der 56. Minute leitete Sebastian Kramzik die Wende und das überraschende Weiterkommen gegen den Bezirksligisten VfL Wolbeck ein. „Das war überragend. Flutlicht, Heimspiel und dann auch noch, dass wir so dramatisch weiter gekommen sind. Das war schon ein echtes Highlight“, kommt der 29-Jährige immer noch ins Schwärmen.

Dass aber nun schon in wenigen Wochen das Pokal-Viertelfinale gegen einen Westfalenligisten auf dem Fahrplan steht, ist dem Stürmer zumindest aktuell noch ziemlich egal: „Ganz ehrlich, da habe ich noch gar nicht so richtig drüber nachgedacht. Schließlich gibt es davor noch ein paar wichtige Ligaspiele. Trotzdem werden wir uns da natürlich nicht hinstellen, um zu verlieren. Wir wollen das Gleiche aus den ersten Runden nochmal abliefern.“

Sebastian Kramzik stand mit SG Selm schon im Kreispokal-Finale

Denn immerhin weiß der Selmer ganz gut, was es heißt, einen tiefen Pokal-Lauf auch durchzuziehen. In der allerletzten Kreispokal-Saison des Altkreises Lüdinghausen 2015 stand „Krabbe“ zusammen mit der SG als A-Ligist im Finale und musste sich dort dem SV Herbern geschlagen geben. Ein aktueller Finaleinzug wäre dagegen allerdings aufgrund des deutlich stärkeren Fußballkreises Münster wohl eine Sensation.

Doch daran will Kramzik jetzt noch nicht denken. Im Gegenteil: „Sonntag gegen Mecklenbeck ist ein ganz wichtiges Spiel für uns. Vielleicht das wichtigste der bisherigen Saison. Ein typisches Sechs-Punkte-Spiel.“ Denn Mecklenbeck ist zwar aktuell Tabellenzweiter, hat aber zwei Partien weniger absolviert als Ligaprimus Warendorf. Sollte Selm gegen Wacker verlieren, wären es bereits acht Punkte Abstand auf die Spitze, bei einem Sieg nur zwei.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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