200 000 Euro für Afrika

CAPPENBERG Es war wie beim Winterschlussverkauf: Eine Menschenmenge drängte sich vor der Eingangstür. Und die konnte kaum dem Ansturm standhalten.

von Von Henning Nicolas

, 28.11.2007 / Lesedauer: 2 min
200 000 Euro für Afrika

Vier von sechs aus der Bastelrunde: Leni Goos, Ursula Kazmirczak, Anneliese Bargel und Katharina Löchter.

Zugegebenermaßen ist das Cappenberger Jugendheim kein Warenhaus, doch die darin verborgenen Weihnachtsartikel schienen ähnlich begehrt zu sein, wie stark reduzierte Hosen oder Pullover.

Diese Menschentraube war das Werk der Bastelrunde der St. Johannes-Gemeinde, die sich vor ihrem 25. Weihnachtsbasar richtig ins Zeug gelegt hatte: Im gesamten Jugendheim stolperte man beinahe über Adventskränze, Kerzen, Gestecke und Weihnachtsschmuck.

"Dies alles hat die Runde extra für das Jubiläum gebastelt", erklärt Katharina Löchter, eine der sechs Frauen, die das ganze Jahr über fleißig Hand anlegen.

Von morgens bis abends basteln

"Die Hauptarbeit leisten wir allerdings erst eine Woche vor dem Basar, dann verschanzen wir uns von morgens bis abends und basteln", so Löchter weiter. Beim Jubiläum blickt sie außerdem noch mal auf die Anfänge zurück: "Alles hat mit einem Vortrag von Schwester Margitta aus Cappenberg angefangen, die Missionarin in Namibia war. Daraufhin wurde die Bastelrunde ins Leben gerufen". Stolz ist Löchter zwar auch auf den Erlös der Basare, der sich mit über 200 000 Euro mehr als sehen lassen kann, aber noch mehr freut sie sich über das, was damit bewirkt wurde.

"Seit jeher spenden wir das Geld an Dörfer in Afrika", erzählt Katharina Löchter, "so hat sich der Ort Tuna mit unserer Hilfe größtenteils selbstständig gemacht". Grund dafür sind Straßen, Brücken und Brunnen, sowie Krankenstationen und Banken, die Kredite verteilen. All das wurde gebaut dank der geschickten Hände der Bastelrunde. Und so schien es am Samstag mit glücklichen Käufern, zufriedenen Bastlerinnen und hoffnungsvollen Afrikanern gleich mehrere Sieger zu geben.

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