25 Jahre Städtepartnerschaft mit Workington: Eine Feier mit Folgen

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Dass die Städtepartnerschaft zwischen Selm und Workington seit 25 Jahren funktioniert, ist auch den vielen Begegnungen der Menschen zu verdanken. Der jüngste Besuch bestätigt das.

Selm

, 28.05.2019, 04:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Delegation aus Selm, die vom 23. bis 26. Mai in Workington weilte, um mit den Partnern 25 Jahre Städtepartnerschaft zu feiern, war 22 Mitglieder stark. Darunter waren neben Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften auch Vertreter von Politik und Verwaltung. So auch Wolfgang Völxen, der stellvertretende Bürgermeister Selms. Bürgermeister Mario Löhr war wegen der Europawahlen unabkömmlich.

Geschichtsträchtigen Ort besucht

Zum Besuchsprogramm gehörte, einen Baum zu pflanzen. Monika Zientz, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins: „Die Baumpflanzung geschah auf Initiative des Rates von Workington, und war natürlich sinnbildlich fürs Gedeihen der Freundschaft.“ Der Baum stehe jetzt im Vulcans Park in der Nähe der Town Hall. Im Park fand auch am Samstag, 25. Mai, das große Fest zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft statt. Mit Musik und Attraktionen. Am Tag zuvor hatten die Selmer an einer Führung durch den Curwen Park mit der Ruine der Curwen Hall teilgenommen. Ein geschichtsträchtiger Ort: 1568 verbrachte Maria Stuart auf der Flucht nach der Schlacht von Langside ihre erste Nacht auf englischem Boden in Workington.

Atmosphärisch sei der Besuch sehr schön gewesen, sagt Monika Zientz: „Wir alle wurden wie immer freundschaftlich und herzlich betreut, es gab viel zu sehen und zu essen, unter anderem ein typisch cumbrisches Menü und auch eine Mahlzeit mit Fish and Chips.“

Unter denen, die von Selm aus Workington zum Städtepartnerschaftsjubiläum besuchten, war auch Ratsmitglied Daniela Volle. Ihre Eindrücke: „Ich war jetzt zum zweiten Mal in Workington und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Die Gegend ist wunderschön.“ Workington sei ein kleines Städtchen „mit wunderbaren Menschen. Leider bin ich nicht in einer Familie untergekommen, sondern im Hotel.“

Garant für den Frieden

Die Menschen in Workington seien sehr gastfreundlich „und haben immer einen Spaß auf den Lippen. Ich dachte immer wir Deutschen wären lustig und locker. Im Vergleich zu den Menschen in Workington sind wir stocksteif.“ Man komme sofort mit den Menschen in Kontakt. „Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch.“ Den Wert von Städtepartnerschaften bemisst Daniela Volle so: „Ich finde, dass Städtepartnerschaften mehr Garant für den Frieden sind als jegliche Politik.“

Der Besuch der Selmer in Workington könnte übrigens Früchte tragen: Unter den Selmern in Workington war auch die junge Anna Deifuß. Sie möchte gern im Herbst für ein paar Monate ein Praktikum in Workington machen. Sie knüpfte dazu laut Monika Zientz schon mal Kontakte vor Ort.

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