Abitur in Coronazeiten - Selmer Gymnasium setzt auf bekannte Räume

hzAbiturklausuren

50 junge Schülerinnen und Schüler sind gefordert - die schriftlichen Abiturprüfungen stehen an. Das Gymnasium Selm versucht sie in Coronazeiten bestmöglich zu unterstützen.

Selm

, 11.05.2020, 18:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mindestens zwölf Schuljahre haben 50 junge Frauen und Männer vom Städtischen Gymnasium Selm absolviert. Sie haben gelernt, gelacht, Spaß gehabt. Sie haben Erfolge gefeiert und Niederlagen hinnehmen müssen. Die Abiturklausuren sind jetzt eine ganz besondere Situation. Vor allem auch deshalb, weil die Vorbereitung anders gelaufen ist als geplant.

Für den diesjährigen Abiturjahrgang ist kaum etwas so wie geplant. Die Termine waren ursprünglich andere, die Rahmenbedingungen in Coronazeiten erst recht. Ab Dienstag (12.) geht es um Grundsätzliches - ein gutes Abitur. Bis zum 25. Mai schreiben die Jugendlichen ihre Abiturklausuren.

Schüler schreiben ihre Abiturklausuren in bekannten Kursräumen

Während einige Schulen auf Aulen oder Sporthallen ausweichen, setzt das Selmer Gymnasium ein Stück weit auf einen Wohlfühlfaktor. „Die Schülerinnen und Schüler schreiben die Abiturklausuren in ihren bekannten Kursräumen“, sagt Schulleiter Ulrich Walter - natürlich unter strikter Einhaltung der Hygienevorschriften.

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Kann denn der Mindestabstand auch bei größeren Leistungs- oder Grundkursen eingehalten werden? „Nicht in allen Fällen“, sagt der Schulleiter. „In Einzelfällen nutzen wir deshalb zwei parallele Räume.“ Walter macht auf Anfrage deutlich, dass es der Schule bei den Entscheidungen ganz besonders darum gegangen sei, im Sinne der Schüler zu handeln.

Um sie in Coronazeiten bestmöglich zu unterstützen, betreibt das Städtische Gymnasium Selm einen hohen organisatorischen Aufwand. Dazu gehört beispielsweise, dass der Abiturjahrgang (Q2) komplett von anderen Schülerinnen und Schülern getrennt wird.

Eine Entscheidung über eine Entlassfeier steht noch aus

Ein Zusammentreffen mit den Schülern der Q1 (vorletzter Jahrgang), die seit Montag (11. Mai) wieder in der Schule sind, ist ausgeschlossen. „Die beiden Jahrgangsstufen nutzen unterschiedliche Eingänge“, sagt Ulrich Walter. Ihm ist es auch wichtig, dass so lange keine weiteren Jahrgänge in die Schule kommen, bis „die Hauptphase der Abiturprüfung abgeschlossen ist.“

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Die Situation ist für Schüler und Schule gleichermaßen schwierig und fordernd. Ulrich Walter, Sprecher der Gymnasialleiter im Kreis Unna, hat für Donnerstag zu einer Videokonferenz eingeladen, um „dringende Fragen rund um das Abitur zu klären“. Der neuralgische Punkt ist aus Sicht von Walter das 4. Abiturfach.

Ob eine Entlassfeier in der Schule stattfinden kann, steht zurzeit noch nicht fest.

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