ADFC fragt die Bürger: Wie fahrradfreundlich ist Selm?

Fahrradfahren

Wie gut und sicher können die Selmer in ihrer Stadt Fahrrad fahren? Es hat sich einiges getan. Eine Umfrage des ADFC soll nun Klarheit bringen, wie die Selmer die Rad-Infrastruktur bewerten.

Selm

von Nick Gehrmann, Arndt Brede

, 15.09.2020, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach der Fahrradstraße in Bork (Foto) gibt es jetzt auch eine weitere Fahrradstraße: den Sandforter Weg.

Nach der Fahrradstraße in Bork (Foto) gibt es jetzt auch eine weitere Fahrradstraße: den Sandforter Weg. © Marie Rademacher (Archiv)

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) ruft wieder dazu auf, die Stadt, in der man lebt, hinsichtlich der Qualität des Fahrradfahrens zu bewerten. Das Ganze nennt sich ADFC-Fahrradklimatest. Auch in Selm ruft der örtliche ADFC zur Teilnahme auf.

„Corona hat viele Menschen zum Fahrrad fahren gebracht. Städte sollten jetzt alles daran setzen, ihnen eine einladende Infrastrukur anzubieten“ sagt Rebecca Peters, stellvertretende Vorsitzende des ADFC. „Der Fahrradklima-Test soll zeigen, wie gut das gelingt.“ Bei diesem Test sollen Fahrradfahrer Städte und Gemeinden in Deutschland nach Fahrradfreundlichkeit bewerten. So können Probleme der Städte aufgezeigt werden, aber auch, was schon gut ist.

Im letzten Jahr hatten auch Selmer abgestimmt, da schnitt Selm nicht gut ab: mit einer Gesamtnote von 3,8. Eine starke Verschlechterung im Vergleich zu den Vorjahren. Von insgesamt 311 Städten mit einer vergleichbaren Einwohnerzahl (20.000 bis 50.000 Einwohner) war Selm dabei nur auf Platz 128 gelandet. Dieses Jahr soll das anders werden.

Verbessertes Angebot

„Selm hat das Angebot für den Radverkehr in letzter Zeit deutlich verbessert“ sagt Gerd Paduch, Sprecher des ADFC Selm. Es gebe jetzt zwei Fahrradstraßen, und auch Umlaufsperren seien beseitigt worden, erklärt Paduch. „Jetzt geht es um die Frage: Was läuft schon gut – was kann noch besser werden? Wir bitten alle Selmer Bürgerinnen und Bürger sich ein paar Minuten für die Befragung zu nehmen. Es lohnt sich“ sagt der Sprecher.

Bis zum 30. November geht die Abstimmung, abgestimmt wird auf der Website des ADFC unter https://fahrradklima-test.adfc.de. Es gehe auch darum, wie wichtig das Radfahren für die Politik der Stadt scheint.

Online-Umfrage

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Neuaufsteiger sicher anfühlt. Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger hatten zum Beispiel 2018 mitgemacht und die Situation in über 600 Städten beurteilt.

Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

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