Anbau-Arbeiten an Kirche in Bork haben begonnen - Geht jetzt alles schneller als geplant?

hzSt.-Trinitatis-Kirche

Zurzeit laufen die Anbau-Arbeiten an der St.-Trinitatis-Kirche in Bork. Laut Pfarrerin Antje Wischmeyer laufen sie „sehr gut“ - auch weil in der Kirche keine Veranstaltungen stattfinden.

von Marcel Schürmann

Bork

, 18.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein großer Bagger steht neben der St.-Trinitatis-Kirche in Bork. Bauarbeiter haben viel Erde abgetragen, Versorgungsleitungen und das Fundament gelegt. Der geplante 100 Quadratmeter große Anbau an die Kirche hat begonnen. Und die Bauarbeiter können derzeit ohne große Einschränkungen arbeiten.

„Die Bauarbeiten laufen sehr gut, darüber freue ich mich“, sagt die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde, Antje Wischmeyer. Was auf den ersten Blick erfreuliche Nachrichten sind, hat jedoch einen faden Beigeschmack.

Bauarbeiten werden nicht unterbrochen

Denn die Arbeiten laufen auch aus dem Grund sehr gut, weil sie nicht von Veranstaltungen in der Kirche unterbrochen werden müssen. „Ich bin daher gleichzeitig sehr traurig, da wir alle Veranstaltungen wegen der Corona-Entwicklung bis zum 19. April absagen mussten.“ Schöner wäre es, sagt sie, wenn Bauarbeiten und Gottesdienste gleichermaßen stattfinden könnten.

Bund und Länder haben wegen der aktuellen, prekären Lage drastische Einschränkungen des Alltagslebens geplant. Handwerksbetriebe und Dienstleister sollen ihrer Tätigkeit aber weiterhin nachgehen können.

Anbau früher fertig als geplant?

Ursprünglich war geplant, dass die Kirchen-Anbau-Arbeiten bis zum Spätsommer fertiggestellt sein werden. Geht jetzt doch alles schneller als geplant? „Das weiß ich nicht“, sagt Wischmeyer, „der Plan sieht weiterhin vor, dass der Anbau bis Ende September fertiggestellt sein wird.“

Zumindest konnten erste Schwierigkeiten, die den Start der Anbau-Arbeiten verzögert hatten, gelöst werden. „Wir hatten für den Anbau erst ein schräges Dach mit viel Glas geplant. Jetzt ist es etwas weniger Glas geworden, da wir den sommerlichen Wärmeschutz so nicht gewährleisten konnten“, sagt Wischmeyer.

An die Wand links wird der 100 Quadratmeter große Anbau gebaut.

An die Wand links wird der 100 Quadratmeter große Anbau gebaut. © Sylvia vom Hofe

Im Klartext: „Wir hätten für den Fall eine Klimaanlage einbauen müssen, was bei dem kleinen Anbau nicht wirklich sinnvoll gewesen wäre. Wir haben nun entschieden, ein Glaselement weniger zu verbauen.“ Jetzt ist statt der Klimaanlage die Anbringung einer Stoff-Markise vorgesehen. Die reiche laut Wischmeyer als sommerlicher Wärmeschutz aus und ist „langfristig die kostengünstigere Alternative“.

Weitere Arbeiten in der Kirche

Mit Abschluss der Anbau-Arbeiten sollen zudem weitere Arbeiten in der Kirche so gut wie abgeschlossen sein: Die Wände werden neu gestrichen und die Kirchenbänke weichen Stühlen. „Da sind wir noch in der Planung. Die Arbeiten sollen ineinander übergehen. Wenn der Anbau fertig ist, sollen zeitnah auch wieder Gottesdienste stattfinden“, sagt Wischmeyer.

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