Anmeldung im Kindergarten: Vor die Wahl gestellt

SELM In der nächsten Woche, vom 21. bis 25. Januar, nehmen die zwölf Kindergärten in Selm, Bork und Cappenberg die neuen Anmeldungen entgegen. Dabei ist wegen des neuen Kinderbildungsgesetztes (Kibiz) vieles anders als bisher.

von Von Matthias Münch

, 14.01.2008, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anmeldung im Kindergarten: Vor die Wahl gestellt

Leiterin Kornelia Braun-Buldermann im Kindergarten Mittendrin.

Mit dem Kinderbildungsgesetz  ändert sich zum 1. August einiges. Folgendes müssen Selmer Familien beachten, wie Franz Schrade, Leiter des Amtes für Schule, Jugend und Familie erläutert: Alle Eltern müssen sich für die Betreuungszeit entscheiden, also 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche. Das gilt auch für Eltern, deren Kinder bereits eine Tageseinrichtung besuchen.

35 Wochenstunden - wie bisher - empohlen

Die Stadt und die Kindergärten empfehlen allerdings die 35 Wochenstunden. Deshalb soll auch die Differenz bei den Elternbeiträgen zwischen der 25- und der 35-Stunden-Variante recht gering ausfallen. Eine überwiegende 35-Stunden-Betreuung, die der bisherigen Praxis entspricht, ermöglicht den Einrichtungen mehr Planungssicherheit.

Vor allem hat das aber pädagogische Gründe, wie Kornelia Brau-Buldermann, Leiterin des Familienzentrum Mittendrin, erklärt: "In 25 Stunden können wir die Kinder einfach nicht optimal fördern." Darüber seien sich alle Erzieherinnen in Selm einig.

Auch zweijährige Kinder können angemeldet werden, wobei Franz Schrade feststellt, dass natürlich nicht für alle Zweijährigen Plätze vorhanden sind. Er geht allerdings auch davon aus, dass nur wenige Familien von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden. Wer also - zum Beispiel aus beruflichen Gründen - wirklich Bedarf hat, der wird auch sein zweijähriges Kind in einer Einrichtung unterbringen können. Noch jüngere Mädchen und Jungen können nur im Konfetti-Kindergarten angemeldet werden.

Gruppenarten richten sich nach der Anmeldung

Welche Kindergärten dann ab August welche Gruppenarten anbieten werden, wird sich aus den Anmeldungen ergeben. Sobald das Anmeldeverfahren abgeschlossen ist, werden sich alle Beteiligten zusammen setzen, um die organisatorischen Fragen zu klären. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass die meisten Elternwünsche erfüllt werden.

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