Ein idealer Treffpunkt, um zu plaudern. Auch das bietet der Selmer Auenpark künftig. © Arndt Brede
Mit Video und vielen Fotos

Auenpark Selm: Stadtspitze nennt Termin für die offizielle Eröffnung

Es ist noch nicht lange her, da bewarb sich Selm mit dem Projekt „Aktive Mitte“ um Mittel aus dem Strukturförderprogramm Regionale 2016. Ein Vorzeigeprojekt wird demnächst offiziell freigegeben.

Er nennt sich Auenpark. Er hält, was der Name verspricht. Die Auen, das sind die aufgeweiteten Uferbereiche des renaturierten Selmer Bachs. Der Park, das ist der Rest drumherum. Wer sich für die Natur interessiert, den dürften auch folgende Zahlen interessieren: Fünf Hektar Aue werden nicht gemäht, sondern sich selbst überlassen. Drei Hektar Rasen gibt es, der sechs oder zwölf Mal im Jahr gemäht wird. Zwei Hektar des Auenparks nehmen Gehölzflächen ein. 0,7 Hektar Wiese werden einmal im Jahr gemäht. Und es werden beziehungsweise sind schon 1200 Quadratmeter Blühstreifen angelegt.

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Blick über den Selmer Auenpark

Wer von Zahlen rund um die Natur noch nicht genug hat: 400 Bäume werden gepflanzt. 300 Hecken dazu. Und 5.500 Bodendecker sowie mehr als 12.000 leichte und Solitärsträucher.

Wie ist der Stand der Arbeiten? Wann wird der Auenpark für die Bevölkerung freigegeben? Fragen, die wir hier klären. Zusammen mit anderen.

Was mal wachsen soll, muss ja auch mal gesät werden. Wie sieht es aus?

Bäume sind schon entlang der Wege gepflanzt worden. Mitarbeiter eines Fachunternehmens bestreichen die Bäume mit Mitteln gegen Schädlinge. Und auch die Raseneinsaat erfolgt aktuell.

Was machen die Wege durch den Auenpark?

Einige sind schon zum Teil gepflastert. In zwei Wochen sollen sie fertig sein. Pflaster? In einem Auenpark? „Ja“, sagt Bürgermeister Mario Löhr. Diese Wege ermöglichen, auch mal tiefer ins Gelände zu gehen. „Statt eines Trampelpfades, den wir hier nicht haben wollen.“

Der große Spielplatz sieht ja schon so aus, als ob er fertig sei.

„Er wird erst freigegeben, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind“, berichtet Löhr.

Wann wird das sein?

„Ende Juli wird der Auenpark offiziell eröffnet“, sagt der Bürgermeister.

Wird es eine Feier geben?

„Wegen der Coronaschutzverordnung nicht, beziehungsweise eher im kleinen Rahmen“, so Löhr.

Es gibt noch weitere Spielgeräte im Auenpark.

„Da sind zum Beispiel die Himmelschaukeln“, sagt Thomas Wirth, der bei der Stadt für das Regionale-2016-Projekt zuständig ist. Und Seniorensportgeräte gebe es auch.

Welche Arbeiten laufen noch zurzeit?

Westnetz arbeitet an der Beleuchtung. Die Bänke und Fahrradständer werden aufgestellt. Was auch noch fehlt, seien die Köpfe für Speziallaternen, an denen auch Videoüberwachung installiert wird.

Ist der BMX-Parcours schon fertig? Der Parcours sieht zumindest schon fertig modelliert aus.

Mario Löhr: „Ja, der ist so weit fertig.“

Da war doch noch was mit einer Boulebahn, oder?

Die findet ihren Platz am nördlichen Fuß des zehn Meter hohen Hügels.

Apropos Hügel: Wann kommt die Kuppel-Skulptur?

„Sie wird auch Ende Juli auf dem Hügel installiert“, erklärt der Bürgermeister.

Der Auenpark kommt insgesamt sehr hügelig daher.

„Wir wollten eine Hügellandschaft haben“, führt Mario Löhr aus. Es sind auch Regenrückhaltebecken angelegt worden. „Erdbecken“ nennt sie Thomas Wirth. In diesen Becken könne das Wasser versickern.

Wer sich im Auenpark aufhält, wird auch mal müssen.

Diesem Bedürfnis können die Besucher in einem Toilettenhäuschen nachkommen. „Es hat einen Bereich für Frauen und Männer, der auch rollstuhlgerecht ist“, sagt Thomas Wirth. Der sei mit 50 Cent entgeltpflichtig. Die Toilette werde nach jedem Toilettengang vollautomatisch gereinigt. Ein weiterer Bereich des Häuschens, das Urinal, sei kostenfrei.

Eines der Prunkstücke ist der durch die aufgeweiteten Uferbereiche schlängelnde Selmer Bach. Wie kann man ihn am besten erleben?

„Wir haben einige Stege angelegt, von denen aus man einen schönen Blick in die Aue haben wird“, erklärt Thomas Wirth.

In die Aue selber darf man nicht, oder?

„Nein“, sagt Mario Löhr kategorisch. „Dieser Bereich ist für die Natur. Sonnenbaden, Picknicken, Campen und Grillen sind dort nicht erlaubt.“

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Redaktion Selm
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