Ausschuss befürchtet Engpässe beim Rettungsdienst

SELM Die Haushaltskonsolidierung Lünens könnte im schlimmsten Fall auch Auswirkungen auf die Stadt Selm haben, nämlich auf den Rettungsdienst.

von Von Malte Woesmann

, 13.11.2007, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieser wird in Selm vom DRK Lünen betrieben, der einen Wagen rund um die Uhr in Selm stationiert hat. Insgesamt fünf Wagen hält das DRK in Lünen für sein Einsatzgebiet vor. Jedoch gibt es ab dem 1. Januar 2008 einen Wagen an die Stadt Lünen wieder ab. „Bei den Haushaltsplanungen im letzten Jahr in Lünen wurde beschlossen, einen Wagen aus dem Rettungsdienst heraus in den Brandschutz zu versetzen“, berichtete gestern Thomas Frebel, Abteilungsleiter Rettungsdienst beim DRK Lünen, dem Ausschuss für Feuer- und Zivilschutz.

Feuerwehr statt DRK

Ab dem kommenden Jahr ist der Wagen also nicht mehr mit Mitarbeitern des DRK besetzt, sondern von Angehörigen der Feuerwehr in Lünen, was kostengünstiger für die Stadt Lünen ist . Dies hat zunächst keine Auswirkungen auf den Rettungsdienst. Der Wagen verbleibt in der Hauptwache in Lünen und wird bei Rettungseinsätzen eingesetzt. Sollte jedoch die Stadt Lünen auch die Alarm- und Ausrückeordnung ändern, könnte es zu Problemen kommen. „Es kann unserer Meinung nicht sein, dass der Wagen dann bei jedem Brandeinsatz mit heraus fährt“, so Frebel weiter.

Wertvolle Minuten verloren

Dann würde nämlich der Wagen nicht mehr für die Stadt Selm zur Verfügung stehen. Der Lüner Wagen ist das Ersatzfahrzeug für Selm, wenn der Selmer Wagen im Einsatz ist. Im ungünstigsten Fall könnte so bei einem Brandeinsatz in Lünen und gleichzeitigem Einsatz in Selm ein zweiter Selmer Notfall nicht so schnell wie bisher angefahren werden.

Dann müsste ein Wagen aus Lüdinghausen oder sogar aus Brambauer zum Beispiel nach Bork geschickt werden. Wertvolle Minuten würden verstreichen. „Lünen geht hier bewusst ein Risiko ein, um seinen Haushalt zu konsolidieren“, ärgerte sich Ausschussmitglied Klaus Trapp über die Änderung des Rettungsdienstes. Thomas Frebel dazu: „Wir sind weiter in Gesprächen mit der Stadt. Ich gehe zurzeit nicht davon aus, dass die Ausrückeordnung geändert wird.“ Dann würde sich auch für die Rettungseinsätze in Selm nichts ändern. Der Ausschuss beauftragte trotzdem die Verwaltung, bei der Stadt Lünen auf eine Beibehaltung der Ausrückeordnung einzuwirken.

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