Automaten-Sprenger in Cappenberg ließen Gas-Flasche aufgedreht

hzVolksbank-Standort

Mit Gas haben Unbekannte einen Bankautomaten in Cappenberg gesprengt. Für die Feuerwehr, die zuerst vor Ort war, keine ungefährliche Situation. Schon vor dem Gebäude schlugen Warngeräte an.

Cappenberg

, 31.10.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Nacht zu Donnerstag, 31. Oktober, haben unbekannte Täter den Geldautomaten an der Rosenstraße in Cappenberg in die Luft gesprengt und Bargeld erbeutet. Der Automat wurde dabei zerstört, auch das Gebäude hat leichten Schaden genommen. Anwohner hatten gegen 3 Uhr einen Knall gehört und gegen 5.30 Uhr Feuerschein bemerkt und die Polizei und Feuerwehr gerufen.

Automaten-Sprenger in Cappenberg ließen Gas-Flasche aufgedreht

Der Geldautomat wurde laut Polizeiangaben vollständig beschädigt. © Marie Rademacher

Die Feuerwehr war als erstes vor Ort, sagt Martin Hüls, stellvertretender Stadtbrandinspektor. Die Täter hatten das Gas in den Automaten geleitet und ihn so aufgesprengt. Dadurch habe sich das Gerät einen halben Meter nach vorne ziehen lassen. Im Inneren habe es beim Eintreffen der Feuerwehr noch gebrannt, so Hüls.

Hohe Gas-Konzentration im Raum

Gefährlich war aber auch das Gas, das die Täter nutzten. Wie Martin Hüls erzählt, haben die Kohlenmonoxid-Warner, die die Feuerwehrleute an der Kleidung tragen, schon vier Meter vor dem Gebäude angeschlagen. So hoch sei die Konzentration des Gases gewesen.

Die Täter hätten Gasflaschen mit einem Gemisch von Kohlenmonoxid (CO) und einem anderen Gas zur Sprengung genutzt. Die Gasflaschen seien beim Eintreffen der Feuerwehr noch aufgedreht gewesen, sagt Martin Hüls.

Automaten-Sprenger in Cappenberg ließen Gas-Flasche aufgedreht

Überall hat sich Ruß breit gemacht - auch auf den Spinnenweben, die jetzt aussehen wie Halloween-Schmuck. © Marie Rademacher

Die Feuerwehr löschte schließlich den Brand im Automaten und und lüftete den Raum durch, „weil eine sehr hohe Co-Konzentration bestand“, so Hüls. Das Gas ist geruchs- und geschmacklos. Man bemerkt es ohne Warngerät nicht. Nach wenigen Atemzügen kann man ohnmächtig werden und schließlich sogar ersticken. Wäre die Polizei als erstes am Tatort angekommen, hätte es also gefährlich werden können, bestätigt Hüls.

Höhe der Beute noch unbekannt

Bei der Sprengung ist niemand verletzt worden. Wie viel Geld die Täter erbeutet haben, dazu hat sich die Polizei bislang noch nicht geäußert. Auch die Volksbank Selm-Bork, zu der der SB-Standort in Cappenberg gehört, wollte sich am Donnerstag nicht äußern.

„Da es sich um ein laufendes Verfahren bzw. laufende Ermittlungen handelt, können wir keine weiteren Angaben zur Tat oder zum Tathergang etc. machen“, heißt es in einer Stellungnahme des Geldinstituts.

Jetzt lesen

Wie lange der Automaten-Standort geschlossen sein wird, steht ebenfalls noch nicht fest. „Wie lange die Filiale noch außer Betrieb ist können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, schreibt die Volksbank Selm-Bork Altlünen auf Facebook.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt