Bauernprotest: Trecker-Konvoi erreichte nach Olfen auch Selm

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Stau mitten in Selm: Am Mittwoch (18.12.) gegen kurz vor 18 Uhr war auf der Kreisstraße im Zentrum plötzlich nur noch Schritttempo möglich. Der Grund: ein besonderer Trecker-Konvoi.

Selm

, 18.12.2019, 20:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Schlepper Flashmob“ haben die Initiatoren genannt, was am Mittwoch in mehreren Städten bundesweit stattfand: Landwirte sind mit ihren Treckern an belebte Stellen gefahren und haben die Rundumleuchten angestellt - ein blinkendes Zeichen des Widerstandes gegen Umweltauflagen, insbesondere gegen die geplante Verschärfung der Düngevorschriften.

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Die neue, nach eigenen Angaben partei- und verbandsunabhängige Gruppe Land schafft Verbindung (LsV) hatte zu den Protestaktionen aufgerufen, um zu zeigen, „was wir von der aktuellen Politik halten“, wie es auf der Homepage heißt. In den vergangenen Jahren hätten „Politiker, Medien und Aktivisten ein negatives Bild von uns skizziert. Wir sind keine Tierschänder und Umweltverschmutzer.“

Der eigentliche Schlepper Flashmob hatte in Olfen stattgefunden. Im Anschluss waren einige der mehr als 50 Teilnehmer in die Nachbarstadt Selm gefahren: einmal die Kreisstraße hoch und dann wieder zurück.

„Fridays for Hubraum“ unterstützt Bauern

Christopher Grau, der in Südkirchen lebende Gründer der Facebook-Gruppe „Fridays for Hubraum“ mit mehr als 560.000 Mitgliedern, hatte eine Solidaritätserklärung abgegeben: Es sei „Zeit zu handeln“. „Unsere Landwirte leiden genauso unter politischen Entscheidungen wie wir. Die Landwirte fürchten um ihre Existenz. Das ist etwas, was auch uns bewegt.“

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