Welche Bedeutung haben die Beton-Buchstaben vor dem Jugendzentrum Sunshine?

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Vor dem Jugendzentrum Sunshine am Sandforter Weg stehen seit einigen Wochen mehrere Buchstaben aus Beton. Diese sollen allerdings nicht nur gut aussehen und als Sitzgelegenheit dienen.

Selm

, 11.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einige stehen einigermaßen gerade auf dem Weg zwischen dem Jugendzentrum Sunshine und der Straße, andere scheinen ein wenig im Boden versunken zu sein. Es sieht aus, als hätte jemand einfach mehrere große, massive Betonblöcke wahllos dorthin geworfen. Doch was hat es mit den etwa kniehohen Blöcken auf sich?

Betrachtet man die einzelnen Beton-Buchstaben aus der Vogelperspektive wird sofort klar, was sie bedeuten sollen. Die acht Teile bilden das Wort „Sunshine“. Seit mehreren Wochen stehen die Betonblöcke nun schon da, erzählt Rolf Suhre, Geschäftsführer der für das Bauprojekt zuständigen nts Ingenieurgesellschaft mbH aus Münster.

Blöcke sollen Aufmerksamkeit erzeugen und Gefahrenrisiko verringern

„Gerade aufgrund dessen, dass das ungewöhnlich ist“, habe sein Unternehmen die Buchstaben dort platziert. Das Feedback sei bislang äußerst positiv gewesen, sagt er. „Die sehen ja ganz gut aus“, habe er bereits häufiger gehört. Doch die acht Buchstaben sollen eben nicht nur schön aussehen, sondern auch die Kinder und Jugendlichen, die sich in Zukunft am Sunshine aufhalten werden, schützen.

Welche Bedeutung haben die Beton-Buchstaben vor dem Jugendzentrum Sunshine?

Von oben betrachtet zeigt sich, was die einzelnen Buchstaben bedeuten: sie bilden das Wort „Sunshine“. © nts Ingenieurgesellschaft

„Wir wollen möglichst große Aufmerksamkeit erzeugen“, erklärt Suhre. Dadurch, so die Idee von ihm und seinen Kollegen, werden die Autofahrer, die auf dem Sandforter Weg fahren, durch ihr Interesse an den Buchstaben zum langsameren Fahren animiert.

Mit den Steinen wolle sein Unternehmen „hinbekommen, dass der Fahrzeugverkehr langsam fährt“. Die Idee dazu kam aus dem eigenen Haus, maßgeblich von Landschaftsarchitekt Carsten Paul, erklärt Rolf Suhre.

Arbeiten an den Buchstaben sind noch nicht vollständig abgeschlossen

Die Buchstaben sehen jedoch nicht nur gut aus und sollen Autofahrer animieren, langsam zu fahren, sondern sie können auch noch als eine Art Bank verwendet werden. „Die können auch zum Sitzen genutzt werden“, sagt Suhre. Sunshine-Leiterin Christine Ambrosi ist sich sicher, dass die Buchstaben „als Sitzmöglichkeiten sicher gut genutzt“ werden.

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Auch ihr gefalle der Schriftzug vor dem Jugendzentrum. Einen Vorschlag hat sie aber dennoch: „Ich würde es toll finden, wenn sie noch bunt werden würden.“ Bei einer möglichen farblichen Gestaltung würde sie sich zudem freuen, wenn dann auch Jugendliche miteinbezogen werden würden, sagt sie.

Die Arbeiten an den Betonblöcken sind allerdings ohnehin noch nicht ganz abgeschlossen. Ein Buchstabe müsse nämlich noch mal um ein paar Zentimeter umgestellt werden. „Wir müssen ihn etwas versetzen“, gesteht Rolf Suhre. Denn aktuell „ragt er minimal in die Straße hinein“.

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