Herbstanfang: Welche Blumen sind „in“, was liegt für die Gärtner an?

hzPflanzen im Herbst

Noch ist die Blumen-Saison nicht vorbei: Fachfrau Irene Ahland erklärt, welche Pflanzen bis zum Frost gepflanzt werden können. Die städtischen Gärtner haben im Herbst indes andere Aufgaben.

Selm, Nordkirchen

, 26.09.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Passend zum Herbstanfang wird es frisch. Einige Pflanzen trotzen dem Wetter und fühlen sich noch bis zum ersten Frost in den heimischen Gärten wohl. Beliebt seien laut Irene Ahland, Chefin von Blumen Ahland in Selm, die dreifarbige Heide und Heidepflanzen im Allgemeinen. Stiefmütterchen können noch im Oktober gepflanzt werden. Auch Alpenveilchen halten Temperaturen bis 0 Grad aus. Optionen für die kalte Jahreshälfte seien außerdem Gräser in winterhart und wintergrün (letztere sind kürzer), Veronica in grün und blühend, Scheinbeeren, Astern, Silberblätter und Purpurglöckchen in rot, rosa und weiß.

Kräftige Heidefarben und rot/orangetöne seien im Herbst „in“. In den letzten Jahren war zudem pink das ganze Jahr über eine sehr beliebte Farbe. Dekoriert werde im Herbst gerne mit Bändern und Kürbissen. Im Trend seien weiterhin Edelrost-Teile.

Gießen nicht vergessen, auch wenn es kalt wird

Auch im Herbst und Winter sollte man gießen, vor allem Pflanzen in Schalen, die das verfügbare Wasser schnell „ausgetrunken“ haben. Manchmal sei das Gießen sogar nötig wenn es geregnet hat, weil der Regen an den Blättern vorbeifließt und nicht an den Wurzeln ankommt. Deshalb vertrocknen Buchsbäume schnell im Winter.

Außerdem trocknet Wind den Boden aus - an windigen Tagen sollte man daher nach den Pflanzen sehen. Vor allem Gräser brauchen viel Wasser. „Wenn Sie schauen, ob die Pflanze noch genug Wasser hat, sollten sie den Finger richtig in die Erde stecken. Manchmal ist die Oberfläche trocken, aber das Erdreich noch feucht genug“, sagt die Fachfrau. Bei Topfpflanzen könne man auch am Gewicht des Topfes ausmachen, ob noch genug Wasser vorhanden ist.

Baumfällarbeiten statt Blumen pflanzen

Für die städtischen Gärtner ist die Zeit des Blumenpflanzens vorbei, erklärt Josef Klaas vom Nordkirchener Grünflächenamt: „Im Herbst und Winter werden viele vertrocknete Bäume gefällt. Das sei aktuell die Hauptaufgabe der Gärtner. In diesem Jahr sind es aufgrund der letzten trockenen Jahre mehr als sonst, rund 50 bis 60 Bäume. Für die gefällten Bäume werden im Stadtgebiet neue Bäume gepflanzt.“

Da zudem für Neubauten einige Bäume gefällt werden müssen, entsteht eine Ausgleichsfläche an der Capeller Straßen: Dort werden Hecken, Bäume und eine Wildwiese gepflanzt. In der Straße Auf dem Hegelkamp können sich die Anwohner auf neue Bodendecker freuen.

Im Herbst seien keine großen Blumenpflanzungen mehr geplant. Für die Blumenkästen am Rathaus gäbe es einen Vertrag mit einem örtlichen Gärtner, der winterharte Pflanzen einsetzt - welche das genau seien, sei Klaas nicht bekannt. Klar sei aber: Die Blühstreifen in den drei Nordkirchener Stadtteilen werden auch im kommenden Jahr wieder sprießen.

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