Bork feiert trotz Unwetterwarnung unter freiem Himmel

hzUnwetterwarnung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einem Unwetter mit schwerem Gewitter zwischen Mittwoch, 19. Juni, und Donnerstag, 20. Juni. In Bork ist man optimistisch, dass nichts passiert.

Bork

, 19.06.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trotz der Unwetterwarnung sind die Veranstalter von „Bork feiert gemeinsam“ - geplant für 18.30 bis 22 Uhr - gewillt, die Veranstaltung laufen zu lassen.

Um 16 Uhr am Mittwoch haben sich die Veranstalter der beliebten Reihe „Bork feiert gemeinsam“ - die Betreiber der Gaststätte Dörlemann und der Pizzeria Enzo - dazu entschieden, alles unter freiem Himmel laufen zu lassen.

Laut Figan Macit von der Gaststätte Dörlemann sind Zelte das Mittel der Wahl, falls es regnet. Für den Fall, dass es tatsächlich so schwer gewittert, dass eine Open-Air-Veranstaltung nicht möglich ist, hatten die Veranstalter erwägt, „Bork feiert gemeinsam“ ins Innere der Gaststätte zu verlegen. In Kauf nehmend, dass dann Besucher, Betreiber und Musikgast „Here comes Johnny“ zusammenrücken müssten.

Borker Wochenmarkt blieb trocken

Zuvor hatte schon der Borker Wochenmarkt Glück mit dem Wetter gehabt. Wie Marktmeister Franz-Josef Raubuch im Gespräch mit der Redaktion erklärte, seien alle Beteiligten erleichtert, dass es kein Unwetter in Bork während der Marktzeit am Mittwoch 14 bis 17 Uhr gab.

Detaillierte Vorhersage schwierig

Wie aber kann es sein, dass Unwetter vorhergesagt werden, dann aber in manchen Orten nichts passiert? „Gerade Regen und Gewitter vorherzusagen, sind große Herausforderungen für uns“, sagt Uwe Kirsche, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher des DWD. Während Temperatur und Luftdruck gut zu prognostizieren sind, sei das bei Regen und Gewitter anders.

„Wir können Großräume eingrenzen, aber ganz detailliert zu sagen, wo und wann etwas passiert, ist schwierig“, sagt Kirsche. Das liege daran, dass es sich bei Gewitter und Regen um kleinteilige Wetter-Phänomene handele, die sehr plötzlich und lokal auftauchten.

Bedeutet: Ein blauer Himmel kann sich innerhalb von 15 Minuten in ein tiefes Grau verwandeln und Starkregen mit sich bringen - und schnell wieder verschwinden. „Das liegt an den schnellen Veränderungen der Atmosphäre bei einem sommerlichen Gewitter“, so Kirsche.

Regenradar nutzen

Vorwarnungen haben nichts mit Panikmache zutun, verdeutlicht Kirsche. Es gehe darum, darauf hinzuweisen, was in einer überschaubaren Region passieren kann. „Am liebsten hätten Herr Meier und Frau Mustermann, dass sie heute schon wissen, ob es in einer Woche um 16 Uhr in ihrem Garten regnet“, so Kirsche. Dabei seien solche Wetterphänomene oft erst eine halbe Stunde vor Beginn exakt vorherzusehen.

Kirsche empfiehlt, nach der Vorhersage des DWD zum Beispiel ein Regenradar zu nutzen, um die genauen Entwicklungen im Auge zu haben.

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