Brötchen an die Tür: Für Selm und Altlünen gibt es einen neuen Lieferservice

hzNeu in Selm

Jedes Wochenende frische Brötchen - das macht der neue Lieferservice in Selm möglich. Kleinunternehmer Andreas Tennhoff erfüllt sich damit einen Traum.

Selm, Bork, Nordlünen

, 09.10.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frische Brötchen sind für viele am Wochenende ein absoluter Genuss. Am besten beim Bäcker gekauft und möglichst, ohne sich dafür extra aus den bequemen Sachen schälen zu müssen. Im Pyjama bleiben und trotzdem frische Brötchen bekommen? Das ist ein kleiner Luxus.

Ein Luxus, den Andreas Tennhoff und seine Frau Nicole Tennhoff seit Anfang September in Selm, Bork und Altlünen anbieten. Über das Franchise-Unternehmen „MeinFrühstück24“ können allerlei frische Backwaren aus einem gewählten Sortiment bestellt werden. Das Dortmunder Unternehmen Vorwerk stellt die Produkte her. Es gibt auch Frühstückseier, andere Produkte wie Marmelade und Honig sollen folgen. Die Ware wird von Tennhoffs direkt in der Backstube in Dortmund sortiert, verpackt und abgeholt. Dann erfolgt die Lieferung nach Hause.

Herzenswunsch Selbstständigkeit noch einmal erfüllt

Der 50-Jährige erfüllt sich damit einen Herzenswunsch – sich noch einmal selbstständig zu machen. „Vor etwa 15 Jahren war ich schon einmal selbstständig“, sagt Tennhoff. Er betrieb fünf Jahre lang das „Haus Seeblick“ am Ternscher See. Das lief im Sommer gut, im Winter eher bescheiden. Tennhoff gab das „Haus“ auf. „Es war einfach aus der Zeit gefallen.“ Seitdem ist er tätig in der Gemeinschaftsverpflegung.

  • Bestellungen können die ganze Woche bis spätestens Freitag 16 Uhr aufgegeben werden.
  • Die Lieferung erfolgt am Wochenende bis spätestens 8.30 Uhr. Einen konkreten Zeitpunkt gibt es noch nicht, da der Andrang jede Woche unterschiedlich ist.
  • Die Lieferung erfolgt kontakt- und bargeldlos.
  • Bestellungen können pausiert werden, z.B. für Urlaube.
  • Wer sich noch unsicher ist, kann eine Probebestellung aufgeben.
  • Bestellungen sind möglich auf der Internetseite www.meinfrühstück24.de.

Dabei behielt er die Selbstständigkeit stets im Blick. „Ich habe mit Streetfood geliebäugelt, aber das Risiko ist dort zu hoch.“ Die Idee zum Lieferservice bekam er, als er bei einem Partyservice aushalf. Und Anfang des Jahres, zu seinem 50. Geburtstag, entschied er: „Es wird noch mal Zeit für eine Änderung.“

So wurde er aufmerksam auf das Unternehmen „MeinFrühstück24“. Es folgten Telefonate mit dem Unternehmen. Dann kam Corona. „Meine Nebenjobs sind weggefallen, das war schwierig in der Gastro“, sagt der Selmer. Und so entschied er sich, den Schritt zu wagen. „Das, was während Corona gut funktioniert, sind Lieferdienste.“ Tennhoff ist überzeugt, mit dem Unternehmen einen guten Partner an seiner Seite zu haben.

Tatkräftige Unterstützung und Fachkompetenz

Aber auch seine Frau Nicole Tennhoff steht ihm zur Seite. „Meine Frau stellt mir ihre Fachkompetenz zur Verfügung.“ Nicole Tennhoff ist gelernte Bäckereifachverkäuferin und hat - so sagt es ihr Mann - einen Blick dafür, wie Zielgruppen funktionieren. Künftig soll sie Andreas Tennhoff noch mehr unterstützen. Dafür muss sie sich aber ebenfalls bei dem Unternehmen anmelden. Der letzte im Bunde ist der 9-jährige Sohn der Tennhoffs, der seine Eltern begeistert unterstützt. „Er hat das Flyerfoto geschossen“, sagt Tennhoff.

Einen Monat gibt es den Lieferdienst schon. Wie ist die Resonanz? „Teilweise ist es kurios“, sagt Tennhoff lachend. „Da gibt es Gebiete mit keinem Bäcker und es kommen keine Bestellungen. Dann aber Gebiete mit Bäckern und es kommen viele Bestellungen rein.“

Hoher Andrang aus Selm, guter Andrang aus Bork

Allgemein gebe es einen hohen Andrang aus Selm und einen guten Andrang aus Bork. Auch eine Registrierung aus Nordlünen konnte Tennhoff schon verzeichnen. Gerade zum Tag der Deutschen Einheit habe es auch eine gute Resonanz bei Facebook gegeben. „Da kam die Frage auf: wo gibt’s heute Brötchen? Es hat dann ein reger Austausch mit uns stattgefunden“, so Tennhoff. „Wir haben da einen Nerv getroffen. Uns wurden dann viele Fragen zum Lieferservice gestellt.“

Die Vorteile für einen Lieferservice liegen für den Selmer auf der Hand: „Es ist eine große Zeitersparnis und man hat weniger Stress.“ Außerdem sei es gut für die Umwelt, wenn nicht jeder morgens mit dem Auto losfährt, um Brötchen zu holen. Und jeder aus dem Liefergebiet hat Zugang zum Lieferservice – auch Leute, die abgelegener wohnen. Das zeuge von Lebensqualität, findet Tennhoff.

Für die Zukunft erhofft sich der gebürtige Nordkirchener, das Liefergebiet zu erweitern. „Wenn alles gutgeht, würden wir vielleicht ab November oder Dezember auch Nord- und Südkirchen und Capelle mit reinnehmen.“ Olfen und Lüdinghausen sollen nach und nach dazukommen. Die Rechte an diesen Gebieten hat Tennhoff sich schon gesichert.

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