Bußgelder: Selm verzichtet auf stärkere Kontrollen gegen „Maskenmuffel“

Maskenpflicht

Das Land NRW hat die Regeln für die Maskenpflicht verschärft. Durchsetzen müssen das die Kommunen. Die Stadt Selm wird jedoch die Kontrollen gegen „Maskenmuffel“ nicht verstärken.

Selm

, 13.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wer in Selm ohne Maske unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld - muss allerdings trotz verschärfter Regeln nicht mit verstärkten Kontrollen rechnen.

Wer in Selm ohne Maske unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld - muss allerdings trotz verschärfter Regeln nicht mit verstärkten Kontrollen rechnen. © Jura Weitzel (A)

Der Mund-und-Nasen-Schutz schützt zwar den Träger nicht vor einer Infektion mit dem Corona-Virus - dafür aber alle anderen, die dem Träger begegnen. Folglich gehört die Maske dieser Tage zur Garderobe zwingend dazu. Wer bisher ohne Maske zum Beispiel in Bus und Bahn unterwegs war, bekam zumindest die Gelegenheit, das Versäumnis nachzuholen. Kam man dieser Aufforderung nicht nach, wurde ein Bußgeld fällig.

Diese Kulanz ist seit dem 12. August hinfällig. Das Land NRW geht härter gegen Maskenverweigerer vor - 150 Euro muss jemand zahlen, wenn er (oder sie) ohne Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln erwischt wird. Und zwar sofort, unabhängig davon, ob er (oder sie) sich im Nachhinein eine Maske aufsetzt.

Bis zu 200 Euro Strafe

Andere Verstöße gegen die Maskenpflicht - zum Beispiel in Geschäften oder öffentlichen Einrichtungen - werden in Selm nach wie vor mit bis zu 200 Euro Bußgeld geahndet. Wie Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage mitteilt, wird die Stadt sich auch am aktualisierten Bußgeldkatalog des Landes Nordrhein-Westfalen orientieren.

Erhöhten Druck wird die Kommune dabei aber nicht ausüben. Wie Woesmann erklärte, wird weiterhin „innerhalb der regulären Streifen des Ordnungsbehördlichen Außendienstes“ kontrolliert. eine Verschärfung dieser Kontrollen sei nicht geplant.

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