Cappenbergerin sieht Licht in Burg Vischering - Öffnung in Corona-Zeiten?

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Viel los an der Burg Vischering und dann auch noch Licht im Museum der Burg irritieren eine Frau aus Cappenberg bei ihrem Besuch am Ostermontag. Was war da los?

Selm

, 15.04.2020, 05:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen netten Osterausflug wollte die Cappenbergerin am Ostermontag mit ihrem Ehemann unternehmen. Auf dem Programm stand die Burg Vischering in Lüdinghausen. Sie und ihr Mann - beide Ende 70 - gehören zur Risikogruppe, wie sie sagt. Doch an der Burg Vischering kennen sie sich gut aus und sie dachten, viel sei ja nicht los, sagt die Frau, die aber ohne Namen in der Berichterstattung vorkommen möchte.

Cappenbergerin fühlte sich unwohl

Angekommen an der Burg, sei sie irritiert gewesen. Der gesamte Parkplatz voller Autos, viele Menschen. Vor allen Dingen an der ersten Zugbrücke hätten sich viele Menschen aufgehalten. Zu viele, wie die Cappenbergerin meint: „Ich habe mich sehr bedrängt gefühlt, es war kaum möglich Sicherheitsabstand zu halten“, sagt sie am Telefon. Sie findet, zumindest der Innenbereich der Burg sollte abgesperrt sein. Und noch etwas anderes sei ihr komisch vorgekommen: Im Museum habe Licht gebrannt. Sie glaubt, dass das Museum geöffnet war.

Wer die Website der Burg besucht, bekommt direkt ihr Schließung mitgeteilt. Vorerst bis zum 19. April, wie die Seite sagt. Bis dahin gelten schließlich zunächst einmal die Regeln der Kontaktsperre und auch die Schließungen von Schulen und kulturellen Einrichtungen. Alle Veranstaltungen, die eigentlich in der Burg stattfinden sollten, sind bis zum 30. April abgesagt. Christoph Hüsing, Pressesprecher beim Kreis Coesfeld, ist vom Eindruck, dass die Burg geöffnet sei, überrascht: „Das kann ich definitiv verneinen“, sagt er zum Thema Öffnung.

Tatsächlich brennt Licht im Museum

Auch ein Absperren der Flächen auf der Burg, wie sie die Cappenbergerin sie teilweise vorschlägt, findet Hüsing nicht förderlich. Wenn die Regeln eingehalten würden, könne ja niemand was dagegen haben, dass die Burg als beliebter Freizeitort zur Verfügung steht. Von den Mitarbeitern vor Ort habe er zudem gespiegelt bekommen, dass sich die Besucher des Geländes auch an Ostern sehr ruhig und diszipliniert verhalten und sich an die Regeln gehalten hätten.

In der Frage des Lichts im Museum der Burg kann der Pressesprecher allerdings im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel bringen: „Es war tatsächlich eine Notbeleuchtung an“, sagt Hüsing. Diese Beleuchtung ist normalerweise nachts zu sehen. Allerdings liege aktuell ein Defekt in der Programmierung vor. Dieser werde bald repariert, so Hüsing.

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