Corona-Krise: Auch an Selms Tankstellen wird deutlich weniger getankt

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Diesel und Benzin sind so günstig wie lange nicht, denn die Menschen brauchen ihr Auto in der Corona-Krise deutlich seltener als sonst. Die Tankstellen in Selm bekommen das deutlich zu spüren.

Selm, Bork

, 18.04.2020, 09:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der tägliche Weg zur Arbeitsstelle und vielleicht auch der kurze Osterurlaub in Holland. Durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Einschränkungen, brauchen viele Menschen ihr Auto deutlich weniger als sonst. Das macht sich auch bei den Tankstellen in der Region bemerkbar.

Etwa seitdem die Kontaktbeschränkungen in Kraft getreten seien, werde deutlich weniger getankt, sagt Michael Feige von der Tankstelle Vernekohl an der Lünener Straße in Bork. „Wahrscheinlich so 30 bis 40 Prozent“, schätzt der Mitarbeiter.

Benzin und Diesel auf langjährige Tiefstände gesunken

In der angrenzenden Werkstatt laufe der Betrieb dagegen unverändert weiter und der Mitarbeiter meint auch, dass so langsam wieder mehr Menschen ihr Auto volltanken: „So langsam kommt es wieder“, ist er überzeugt.

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Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, ist die Nachfrage nach Rohöl deutlich gesunken und somit auch die Preise. Darauf habe auch die Einigung, der führenden Ölproduzenten, die Fördermenge zu reduzieren, bislang noch keinen Einfluss gehabt. Die Preise für Benzin und Diesel seien dementsprechend auf langjährige Tiefststände gesunken.

Mehr Nachfrage im Shop, aber weniger an der Tanksäule

Das merkt auch die Westfalen Tankstelle an der Olfener Straße in Selm. Von deutlichen Rückgängen, besonders im Privat- und im Pendlerverkehr, berichtet Stefan Jung von der Pressestelle der Westfalen-Tankstellen - ohne genaue Zahlen zu nennen. Besonders deutlich mache sich dieser Rückgang sogar am Wochenende bemerkbar.

Allerdings gibt es andere Bereiche, die hingegen in der Corona-Krise stärker nachgefragt werden: „Insbesondere im Sortiment der Nahversorgung ist die Nachfrage gestiegen“, sagt Jung. Manch einer nutzt also vielleicht den Tankstellen-Shop, statt den Supermarkt, um noch schnell etwas zu besorgen. Auch der Verkauf von Tabak und Autowäschen laufe gut, sagt Jung.

Dabei gelten auch für die Tankstellen erweiterte Hygienemaßnahmen: „Wir haben unsere Partner vollumfänglich zu Hygiene- und Verhaltungsregeln informiert sowie konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen“, so Jung. So gibt es in den Westfalen-Tankstellen beispielsweise Plexiglasscheiben an den Tresen. „Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter stehen an vorderster Stelle“, sagt der Pressesprecher.

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