Spielerisch der Politik näherkommen: „Demokratie rockt“ startet mit neuem Konzept in Bork

hz„Demokratie rockt“

Zum dritten Mal findet das von Heike Okroy organisierte Projekt „Demokratie rockt“ statt. Auch einige Selmer Politiker sind wieder dabei. In diesem Jahr gibt es allerdings einige Änderungen.

Bork

, 09.07.2019, 15:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Förderzentrums Nord begann am Dienstag die dreitägige Ausbildung zum Demokratie-Scout. „Demokratie rockt - Peers Scouts in Aktion“ nennt sich das Projekt, welches schon zum dritten Mal von Streetworkerin Heike Okroy veranstaltet wird - diesmal aber mit einem neuen Konzept.

In den vergangenen Jahren war das Projekt noch eine Pflichtveranstaltung für Schulklassen. In diesem Jahr ist die Teilnahme an den drei Tagen aber freiwillig. Umso mehr freute sich Heike Okroy, dass bis auf zwei kranke Schüler alle Neuntklässler dabei waren.Nach ihrer dreitägigen Ausbildung sollen die Schüler dann auch ihren Mitschülern auf ähnliche Weise das Thema Demokratie näherbringen.

Austausch zwischen Schülern und Politikern

An Tag eins stand erst mal ein Demokratie-Parcours auf dem Programm. Die drei Schülergruppen wurden dabei immer von einer Person aus der Selmer Kommunalpolitik begleitet. Thomas Orlowski (SPD), Herbert Mengelkamp (CDU), Hubert Seier (UWG) und Philipp Schock (Die Grünen) unterstützen die Schüler bei ihren Stationen.

„Das ist allen überparteilich wichtig“, erklärte Hubert Seier. Junge Menschen für Demokratie zu sensibilisieren sei ihm besonders wichtig. Der UWG-Politiker begleitete das Projekt nun bereits zum dritten Mal. Vor allem das Engagement der Schüler beeindruckte ihn: „Alle haben auch Interesse daran, das ist wichtig.“

Politik spielerisch verstehen

Die einzelnen Stationen des Parcours bestanden aus verschiedensten Aufgaben. An einer mussten die Schüler besonders kreativ werden: Gemeinsam sollte der Begriff der Reisefreiheit bildlich dargestellt werden. „Das ist nicht ganz einfach“, gab Herbert Mengelkamp zu. Die Schüler hatten dabei sichtlich Spaß. „Das, was wir gemacht haben, fand ich gut“, sagte Schülerin Lena Dittrich.

Spielerisch der Politik näherkommen: „Demokratie rockt“ startet mit neuem Konzept in Bork

Auch ein Puzzlespiel mit zehn deutschen Politikern war Teil des Parcours. © Pascal Albert

Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit je zwei Politikern von fünf verschiedenen Parteien. „Das ist ein relativ kompliziertes Puzzlespiel“, sagte Thomas Orlowski. Den Fotos der einzelnen Personen mussten die Schüler und der SPD-Politiker dann die passenden Namen und die richtige Partei zuordnen. Im nächsten Schritt musste noch geklärt werden, welche Biografie-Info zu welchem Politiker gehörte.

Eigenverantwortliches Arbeiten

Welche der Stationen die Schüler absolvierten und in welcher Reihenfolge, war den Neuntklässlern derweil selbst überlassen. „Das soll sich schon vom Schulunterricht unterscheiden“, erklärte Heike Okroy. „Die Gruppen sollen etwas eigenverantwortlicher arbeiten.“

In den kommenden Tagen steht unter anderem noch ein Besuch im BVB-Lernzentrum in Dortmund an. Dort wird der Schwerpunkt dann auf dem Thema Rechtsextremismus liegen - damit beschäftigt sich auch die Amadeu-Antonio-Stiftung, die das Projekt von Heike Okroy fördert. „Ohne die wäre das hier nicht möglich“, sagte sie.

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