Der durchschnittliche Selmer hat mehr Geld zur Verfügung als der durchschnittliche NRW-Bewohner. © picture alliance/dpa
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Die Selmer sind reicher als der landesweite Durchschnitt

Das statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen hat Zahlen zur Einkommensstatistik veröffentlicht. Selm liegt über dem Schnitt, ist kreisweit aber nicht die Spitze.

Die Selmer haben mehr Geld als der durchschnittliche Bürger in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Das geht aus den Zahlen der neuen Statistik des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. An die Durchschnittszahlen aus dem Örtchen Attendorn im Kreis Olpe kommt Selm aber bei Weitem nicht heran. Dort hatte der durchschnittliche Bürger im Jahr 2019 53.601 Euro zur Verfügung.

Damit ist Attendorn aber auch die Ausnahme schlechthin in NRW. Bereits auf Platz zwei haben die Bürger aus Schalksmühle aus dem märkischen Kreis fast 16.000 Euro weniger im Durchschnitt zur Verfügung (37.686 Euro). Der landesweite Durchschnitt im Übrigen liegt bei 23.093 Euro. Über den immerhin haben es die Selmer geschafft.

Im Jahr 2019 verfügte jeder Selmer rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 24.437 Euro. Unter dem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen verstehen Statistiker das Einkommen, das die Menschen entweder ausgeben oder sparen können. Kosten wie die Miete oder die Ausgaben für Strom und Gas sind schon abgezogen.

Die 24.437 Euro im Jahr 2019 bedeuten einen Zuwachs von 603 Euro im Vergleich zu 2018 (23.834 Euro). Der Trend in der Stadt ist insgesamt erfreulich. Seit 2013 hat der durchschnittliche Selmer 6070 Euro dazugewonnen.

Im kreisweiten Vergleich liegt Selm im Mittelfeld. Das meiste verfügbare Einkommen im Kreis Unna hat Unna selbst (25.373 Euro), gefolgt von Fröndenberg (25.016 Euro) und Schwerte (24.983 Euro). Im kreisweiten Ranking ganz hinten liegt Bergkamen mit einem durchschnittlichen Einkommen pro Bürger von 18.349 Euro. Der Kreisschnitt lieg bei 22.267 Euro.

Das durchschnittliche verfügbare Einkommen gilt als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung in den Gemeinden. Es kann Aussagen zur lokalen Kaufkraft tätigen, lässt die regionale Preisentwicklung aber außen vor.

Im landesweiten Ranking liegt Selm auf Platz 160 – von 396 Plätzen insgesamt. Damit ist die Stadt leicht abgerutscht. Noch im Jahr 2018 lag Selm auf Rang 149 und davor das Jahr auf dem 142. Platz.

Insgesamt wird das verfügbare Einkommen in Selm auf 635 Millionen Euro veranschlagt. Ein Jahr zuvor waren es 618 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent. Insgesamt kommt NRW 2019 auf rund 414,3 Milliarden Euro. Von allen Städten und Gemeinden des Landes wiesen die Städte Köln (25,4 Milliarden Euro, pro Kopf 23.339 Euro) und Düsseldorf (16,9 Milliarden Euro, pro Kopf 27.199 Euro) die höchsten Einkommenssummen auf.

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