Erfolgsstory soll nicht sterben

Enttäuschung über Mietvertrag-Kündigung

17.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Überraschend hat der Hauseigentümer den Mietvertrag für das Jugendcafé fristgerecht zum Ende des Jahres gekündigt. ?Die Kündigung ist natürlich kontraproduktiv für dieses erfolgreiche Projekt?, so der Bürgermeister. Bei der Vertragsschließung sei dem Eigentümer klar gewesen, dass in seinem Haus ein Jugendcafé eingerichtet wird. ?Er hatte aber wohl andere Vorstellungen.? Ihm hätte klar sein müssen, dass dort nicht Jugendliche bei Kakao und einer Nussecke sitzen werden. Jugendpfleger Benedikt Dorth zeigte sich auch sehr enttäuscht. ?Sicher hat es zu Beginn besonders auf dem Gelände vor der Selbar Probleme gegeben, doch diese haben wir in den Griff bekommen.? Bürgermeister Jörg Hußmann betonte, dass dieses Problem auch nicht auf die Selbar zurückzuführen waren. ?Die Öffnungszeiten sind reduziert worden, die Jugendlichen haben immer drauf geachtet, dass es in der Selbar nicht zu laut war?, so der Jugendpfleger. Noch mehr könne man den Betrieb aber nicht einschränken. Dorth: ?Wir haben alle möglichen Wünsche des Eigentümers erfüllt. Mehr ist nicht möglich.? Wenn die Verwaltung auch enttäuscht ist, so ist aber auch klar, dass man nun nach einem neuen Standort suchen wird. ?Unsere Erwartungen an dieses Projekt sind übertroffen worden?, so die Beigeordnete Sylvia Engemann. Es werde immer wieder gefordert, Jugendliche sollten Verantwortung übernehmen. ?Und gerade das haben sie getan.? Jugendamtsleiter Franz Schrade betonte, es sei doch betrüblich zu sehen, wie schwierig es sei, Interessen zusammen zu führen. ?Wenn es um Jugendliche geht, stoßen wir an Grenzen der Toleranz.? HTW

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