Familienbetrieb lebt weiter

Töchter führen Haus Knipping nach Tod des Vaters weiter

23.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Nach dem plötzlichen Tod von Hugo Knipping vor zwei Wochen (wir berichteten) werden nun Jutta Siemerling, Andrea Havers und Anja Knipping den Betrieb weiterführen. «Wir werden alle Entscheidungen gemeinsam fällen», betont Jutta Siemerling. Dabei bauen sie weiter auf das bewährte Mitarbeiterteam des Hauses. «Sie haben uns schon während der Phase nach dem Tod unseres Vaters kräftig unterstützt», spricht Andrea Havers ein großes Lob und Dank aus. Veränderungen wollen die drei Schwestern nicht vornehmen. Deshalb laufen die Buchungen, das traditionelle Spargel- oder Spare-Rips-Essen weiter. «Das ganze natürlich in altbewährter Weise und in der gleichen Qualität», sagt Jutta Siemerling. Sie hat als gelernte Hotelfachfrau bereits Erfahrung im Hotel- und Gaststättengewerbe gesammelt. Für die Qualität in der Küche sorgt nach dem Tod von Hugo Knipping weiterhin Kevin Hatebuhr. Er hatte bereits seine Lehre im Haus Knipping gemacht und dort seit drei Jahren als Geselle gearbeitet. Für die drei Schwestern ist es nun natürlich eine große Umstellung, den Betrieb ihres Vaters weiter zu führen. Lange überlegt hatten sie jedoch nicht. Das mussten sie auch nicht, als der Betrieb selbst am Wochenende nach dem Tod ihres Vaters weiter geöffnet war. «Wir konnten ja nicht alles deswegen absagen», betont Jutta Siemerling. Gerade in den letzten zwei Wochen habe sich gezeigt, was ein tolles Team die Mitarbeiter bilden würden. «Sie haben uns den Rücken frei gehalten und vieles alleine gestemmt», so Anja Knipping. Isolde Krause zum Beispiel nahm Essensbesprechungen für Feiern und den Service in der Gaststätte in die Hand. Ein Dank gilt auch der Tante Anni Kohls, die das angeschlossene Hotel betreibt, aber während der letzten Wochen auch in der Gaststätte hilfreich zur Seite stand. «Nun hoffen wir, dass das in unseren Vater gesetzte Vertrauen auch uns entgegengebracht wird», sagt Andrea Havers. Damit das Haus Knipping weiter ein Traditionsbetrieb in Selm bleibt. mw

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