Feuerwehr Selm beseitigt zwei Ölspuren in zwei Tagen: Wie verhält man sich richtig?

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Zweimal innerhalb von zwei Tagen musste sich die Feuerwehr Selm um Ölspuren kümmern. In einem Fall folgte die Feuerwehr dem Verursacher, im zweiten Fall verhielt sich dieser vorbildlich.

Selm

, 27.12.2019, 12:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Feuerwehr aus Selm waren die Weihnachtsfeiertage 2019 außergewöhnlich ruhig. „Wir hatten nur einen Einsatz an Heiligabend“, sagt Wehrführer Thomas Isermann auf Anfrage der Redaktion.

Beim Einsatz gegen 13 Uhr an Heiligabend ging es um etwas, worum sich die Wehr schon zwei Tage zuvor, also am 22. Dezember, kümmern musste: eine Ölspur, oder besser gesagt eine Dieselspur.

Die Spur am 22. Dezember zwischen Werne und Selm war fast zehn Kilometer lang, eine Ölspur-XXL gewissermaßen. Den Verursacher, einen Mann aus Selm, hatte die Feuerwehr schon am Einsatztag ausfindig gemacht. Sie war dem Auto des Mannes einfach gefolgt. „Der Verursacher hatte gar nicht bemerkt, dass bei ihm Diesel ausgelaufen war“, erklärt Thomas Isermann.

Feuerwehr direkt verständigt

Anders war das beim Fahrer, dessen Auto am 24. Dezember Diesel verlor. Er bemerkte den austretenden Kraftstoff. „Der Verursacher hat sich vorbildlich verhalten“, sagt Isermann, „er hat uns die Ölspur gemeldet und uns durchgegeben welche Fahrstrecke er gefahren ist.“

So konnte die Feuerwehr die Strecke abfahren und gefährliche Streckenteile wie Kreisverkehre und Kurvenbereiche absperren. Die Spur führte vom Römerviertel über den Sandforter Weg und den Beifanger Weg bis zur Buchenwaldstraße. Ein professionelles Straßenreinigungsunternehmen habe sich dann um die Reinigung der Fahrbahn gekümmert.

Was sollte man tun, wenn man bemerkt, dass Öl aus dem eigenen Fahrzeug austritt? „Man sollte sofort stehen bleiben“, sagt Thomas Isermann. Außerdem sollte man darauf achten, dass man nicht auf einem Gullydeckel steht und der Kraftstoff so in die Kanalisation gelangen könnte. Danach sollte man die Feuerwehr alarmieren, die sich dann sofort ans Werk machen könne und zum Beispiel Abstreumaßnahmen ergreifen kann.

Kosten für Einsatz tragen

„Außerdem kann ich schauen, ob ich etwas von dem Öl oder Diesel auffangen kann“, sagt Isermann. Zum Beispiel mit einer Ölwanne oder mit einer Folie, die man unter das Auto legt. So kann man verhindern, dass Öl in den Boden gelangt. „Allerdings hängt das davon ab, wie stark das Ausmaß ist“, sagt Isermann. Wenn der Ölhahn defekt sei, läuft das Öl so massiv aus, dass man selbst nicht viel tun kann.

In jedem Fall müssen die Fahrer, beziehungsweise ihre Haftpflichtversicherungen, die Kosten für den Einsatz tragen. Wie teuer das ungefähr wird, kann Isermann allerdings nicht sagen. Das hängt vom jeweiligen Verfahren ab.

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