Gefahr für Rollstuhlfahrer und Co.: Stolperkante am Selmer Hof wird sofort ausgebessert

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Die Arbeitsgemeinschaft 60 Plus lud Selms Bürgermeister Mario Löhr ein, um sich selbst ein Bild von gefährlichen Stolperkanten zu machen. Der kümmerte sich unverzüglich um das Hindernis.

Selm

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Einige nehmen sie vermutlich gar nicht wahr, für andere sind sie ein großes Hindernis: Stolperkanten. Denn nicht alle Straßen und Gehwege sind barrierefrei - so auch zwei Stellen vor dem Selmer Hof, an der Kreisstraße 43 in Selm.

Daher lud die Arbeitsgemeinschaft 60 Plus um den Vorsitzenden Rolf Ohligschläger Bürgermeister Mario Löhr für Montag, 8. Juli, ein, sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Rund 15 interessierte Bürger folgten der Einladung ebenfalls.

„Die Kante ist so hoch, dass sie Schwierigkeiten haben, mit einem Rollstuhl da hoch zu kommen“, erklärte Rolf Ohligschläger das Problem. Mit einem Rollator ein ähnliches Bild. Zwei Frauen machten es vor: Der Weg über den Zebrastreifen ist noch kein Problem. Doch dann kommt die Kante.

Verbesserung wurde noch für dieses Jahr versprochen

Im Gespräch mit den anwesenden Senioren hatte Mario Löhr zugesagt, dass die Stolperkante noch in diesem Jahr ausgebessert werden soll. Am Mittwochvormittag, 10. Juli, dann die Überraschung: Nicht nur wird die Kante noch in diesem Jahr umgebaut, sie wird sogar sofort verbessert. Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke waren schon am Morgen mit dem Umbau beschäftigt.

Die umliegenden Pflastersteine waren schon früh einzeln entfernt worden. Eine kleine Schicht vom Boden darunter wurde entfernt, um den Gehweg der Höhe der Straße und des Zebrastreifens anzupassen.

Gefahr für Rollstuhlfahrer und Co.: Stolperkante am Selmer Hof wird sofort ausgebessert

Die Mitarbeiter der Stadtwerke sorgten bereits am Mittwochmorgen dafür, dass Straße und Gehweg wieder auf einer Höhe sind. © Pascal Albert

„Das war schon länger geplant“, erklärte einer der dort beschäftigten Mitarbeiter der Stadtwerke. Er schätzte, dass die Arbeiten bereits am Donnerstag abgeschlossen werden können. Auch Mario Löhr bestätigte, dass die Stelle am Selmer Hof der Stadt bereits bekannt war.

Auch Familien und Fahrradfahrer betroffen

Die Frage sei dann gewesen, „wie schnell können wir da Abhilfe schaffen?“. Solche Kanten gebe es allerdings nicht nur am Selmer Hof: „Das Problem haben wir im ganzen Stadtgebiet.“ Doch besagte Stelle sei für Rollstuhlfahrer und Co. besonders schwierig. „Ich merke das ja selber, wie viele da mit Rollatoren vorbeikommen“, sagte der Bürgermeister.

Aber nicht nur Senioren und Personen mit Rollstühlen haben Schwierigkeiten mit solchen Stolperkanten. Auch für Fahrradfahrer und Eltern mit Kinderwagen können sie zu komplizierten Hindernissen werden.

Umso besser, dass die Stadt nun so schnell tätig werden konnte. „Das ist eine tolle Sache“, sagte Rolf Ohligschläger von der Arbeitsgemeinschaft 60 Plus. Dass die Arbeiten schon zwei Tage nach dem Treffen stattfinden würden, hätte er nicht gedacht, erzählte er. Auch wenn er mit einer einigermaßen schnellen Behebung des Problems gerechnet habe, war er dennoch überrascht, wie zügig es nun tatsächlich ging.

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