Bundestagsabgeordneter Michael Thews (l.) und Selms Bürgermeister Thomas Orlowski vor dem Hallenbad in Selm. Mit Bundesmitteln soll es bald saniert werden. © Foto: Malte Woesmann/ Stadt Selm
Überraschende Ankündigung

Hallenbad in Selm: Die Zukunft des 40 Jahre alten Bades ist gesichert

Das Hallenbad ist 40 Jahre alt. Selm plant bereits eine Erneuerung, hat bislang aber nicht das Geld dafür. Jetzt überrascht Bundestagsabgeordneter Michael Thews mit einem Millionen-Zuschuss.

Wird Selm mittelfristig ein Hallenbad haben? Diese bange Frage war zuletzt immer wieder zu hören. Mögliche Neubau-Pläne hatte die Stadt bereits erstellen lassen. Aber an eine Realisierung war bislang nicht zu denken – wegen des fehlenden Geldes. Jetzt gibt es eine für Wasserfreunde erlösende Neuigkeit.

Am frühen Mittwochnachmittag (3. Februar) hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews mitgeteilt, dass das Hallenbad Selm mit Bundesmitteln erneuert werden könne. „Ich freue mich sehr, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen hat, die Sanierung des Hallenbades in Selm mit 2,97 Millionen Euro zu fördern“, sagte Thews.

Im November war er auf das Thema aufmerksam geworden. Damals hatte er dem neuen Bürgermeister von Selm, Thomas Orlowski (SPD), zu seinem Amtsantritt gratuliert. Dabei kam die Sorge um die Zukunft des 40 Jahre alten Schwimmbades am Kreisverkehr Kreisstraße/Sandforter Weg zur Sprache.

Bundesmittel für solche Vorhaben begehrt

Gerade für die Schülerinnen und Schüler, Mitglieder von Vereinen und Privatpersonen sei es wichtig, ein wohnortnahes Angebot zu haben, sagte Thomas Orlowski. Die Sanierung des Hallenbades sei dafür ein wichtiger Schritt. Fast ein Vierteljahr später freut sich Orlowski über den angekündigten Geldsegen. „Wir wissen, dass Bundesmittel für solche Vorhaben sehr begehrt sind. Wir freuen uns, dass die Stadt Selm zum Zuge gekommen ist.“ Das Geld werde Selm in die Lage versetzen, die Sanierung des Hallenbades voranzutreiben. „Nicht nur das Schulschwimmen wird davon profitieren, sondern alle Selmerinnen und Selmer.“

„Die Zahlen von Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern steigen seit Jahren. Damit die Schwimmkompetenz verbessert wird aber auch als Sportstätte für die Vereine und für die Freizeitgestaltung der Selmer und Selmerinnen, brauchen wir eine gut funktionierende Schwimmhalle. Schwimmen und Sport allgemein ist ein unersetzbarer Teil für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und muss gerade nach der Corona Pandemie stärker in den Mittelpunkt gerückt werde“, betonte Thews.

Als Mitglied im Umweltausschuss sei es ihm bei diesem Projekt wichtig, dass die energetische Sanierung des Hallenbades dazu führen wird, dass der Energieverbrauch deutlich gesenkt, CO2 vermieden und die laufenden Kosten gesenkt werden. „Ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Ich freue mich sehr, dass sich der Einsatz der letzten Monate gelohnt hat und über den Antrag heute positiv beschieden wurde. Ich freue mich schon über einen Kopfsprung und ein paar Bahnen im frisch sanierten Bad“, so Thews.

Rund 3 Millionen Euro will der Bund übernehmen

Von den für die Sanierungen nötigen Kosten – 3,30 Millionen Euro – wird der Bund 2,97 Millionen übernehmen. Die Zuschüsse stammen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Die restlichen 10 Prozent muss die Stadt Selm tragen.

Eine Sanierung war bislang nur eine Option gewesen. Die Stadt hatte auch über einen Neubau an der Bäderstraße nachgedacht: dem Standort des Freibades. Alternativ hatten die Verantwortlichen auch Gespräche mit dem Investor für einen Hotelneubau geführt, der sich am Kreisverkehr Sandforter Weg/Kreisstraße niederlassen will. Die Hotelpläne könnten unabhängig von der Förderzusage Und der sdamit einhergehenden Sanierung weiter verfolgt werden, sagt Thomas Orlowski auf Nachfrage. Er stehe im Gespräch mit dem Investor, Projektentwickler Georg Eskes. Und mit dem bisherigen Betreiber des privatisierten Hallenbades, Physiotherapeut Heinrich Ferkmann. So viel ist klar: Das Bad muss wieder zurück in städtische Hand, damit der Zuschuss fließt.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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