Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen nach Corona-Pause wieder im Einsatz

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Wegen der Corona-Pandemie war die Arbeit der Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen zuletzt kaum möglich. Nun gibt es eine erfreuliche Nachricht: Der Verein hat die Arbeit wieder aufgenommen.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 03.06.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch für die in Selm ansässige ambulante Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen sind es besondere Zeiten. Corona-bedingt war in den vergangenen Wochen und Monaten die Arbeit des Vereins im bisherigen Umfang überhaupt nicht möglich.

Sterbebegleitungen zu Hause oder im Altenheim waren wegen des Kontaktverbots unmöglich geworden. Auch die regelmäßigen Zusammenkünfte und Fortbildungsveranstaltungen der über 40 für den Verein ehrenamtlich tätigen Sterbe- und Trauerbegleiter konnten nicht mehr stattfinden.

Nun hat der Verein jedoch erfreuliche Nachrichten zu vermelden: Seit Dienstag, 2. Juni, ist die Hospizgruppe wieder telefonisch sowie zu den Sprechzeiten dienstags von 17 bis 19 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr persönlich für Anliegen und Fragen zu Sterbebegleitung, Trauerbegleitung und Patientenverfügung erreichbar.

Sterbebegleitung unter Auflagen in normalen Haushalten wieder möglich

Gesprächstermine in der Geschäftsstelle an der Kreisstraße 89 in Selm sind - selbstverständlich unter den aktuellen Schutzmaßnahmen - nach Absprache ebenfalls wieder möglich. Auch im Olfener Leohaus können Beratungsgespräche an jedem zweiten Mittwoch im Monat von 10 bis 12 Uhr wahrgenommen werden, ebenso wie im Nordkirchener Bürgerhaus an jedem ersten Dienstag im Monat von 9 bis 11 Uhr.

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„Was wir jetzt auf jeden Fall wieder anbieten können, ist die Sterbebegleitung in normalen Haushalten“, sagt die Vorsitzende der Hospizgruppe, Dr. Antje Münzenmaier. Dafür habe sich der Verein extra FFP2-Masken besorgt. Die Sterbebegleitung in Altenwohnheimen gestalte sich derzeit jedoch noch schwierig, so Münzenmaier weiter: „Es ist derzeit so, dass jeder Bewohner nur eine Person pro Tag empfangen darf - und das auch nur für einen kurzen Zeitraum. Da müssen wir noch abwarten, was die nächsten zwei, drei Wochen ergeben und ob es weitere Lockerungen gibt, sodass wir auch dort wieder zu den Menschen können.“ Auch müssten solche Termine stets mit den Angehörigen sowie den Einrichtungen abgesprochen werden.

Angebot der Telefon-Beratungsgespräche ist nicht angenommen worden

In den vergangenen Wochen habe die Hospizgruppe Beratungsgespräche nur telefonisch angeboten. „Das Angebot ist jedoch nicht wirklich in Anspruch genommen worden“, erklärt dazu Bianca Krumminga, Koordinatorin der Hospizgruppe. Nun können Beratungsgespräche vor Ort aber wieder stattfinden. Termine können telefonisch vereinbart werden unter der Telefonnummer (0 25 92) 9 78 61 56.

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