Hubert Hüppe bezieht Stellung zur Bioethik

Kolpingsfamilie Cappenberg lud ein

15.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Cappenberg Auf Einladung der Cappenberger Kolpingsfamilie sprach der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe über das Thema Bioethik. Er referierte zu brisanten Fragen wie Organtransplantation, Klonen, Stammzellenforschung, Pränataldiagnostik und Abtreibung. Hüppe bekannte sich ohne jede Einschränkung zum Grundgesetz, in dem es heißt: ?Die Würde des Menschen ist unantastbar?. Zu etlichen schwierigen Fragen bezog er eindeutig Stellung: Ab wann und wem dürfen Organe entnommen werden? Wie ist die Frage nach dem Todeszeitpunkt zu definieren? Dürfen gehirnlos geborene Kinder als Organspender dienen? Wenn man mit der Forschung an embryonalen Stammzellen Menschen helfen kann, muss sie dann nicht erlaubt werden, auch wenn dafür Embryos getötet werden? Hubert Hüppe befürwortet die Forschung an Stammzellen geborener Menschen (so genannte adulte Stammzellenforschung). Diese Form der Stammzellforschung bietet die Chance, dass Mediziner eines Tages Organe aus eigenen Stammzellen entwickeln können, die dann auch nicht vom Körper abgestoßen würden. Er zeigte sich zuversichtlich, die adulte Stammzellenforschung zu fördern. Zur vorgeburtlichen Diagnostik erklärte der Referent, dass leider heutzutage oft nicht die Heilung, sondern die Abtreibung behinderter Kinder im Vordergrund stehe. Nach dem Grundgesetz dürfe zwar niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden, doch dieser Schutz gelte nicht für Ungeborene, die nach der heutigen Gesetzeslage bei der so genannten Medizinischen Indikation bis zur Geburt abgetrieben werden können.

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