Nach acht Wochen Corona-Pause: IFA-Häuschen in Bork öffnet Montag wieder

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Acht Wochen nach der Schließung - eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der Corona-Krise - wird das IFA-Häuschen an der Netteberger Straße in Bork ab Montag, 18. Mai, wieder öffnen.

Bork

, 14.05.2020, 07:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Elisabeth vom Hofe war 21 Jahre alt, als sie 1965 das kleine Lebensmittelgeschäft an der Netteberger Straße eröffnet und sich damit als junge, damals noch unverheiratete, Frau selbstständig gemacht hat. Seit 55 Jahren gibt es das IFA-Häuschen, den kleinen Borker Tante-Emma-Laden, nun also schon.

In all‘ diesen Jahren, so sagt es Elisabeth vom Hofe im Gespräch mit der Redaktion, hat sie eigentlich immer nur 14 Tage Urlaub gemacht im Jahr - und die Gitter vor der Ladentür für diese Zeit unten gelassen. Im Jahr 2020 ist das anders: Schon in der achten Woche ist ihr Geschäft nun geschlossen. Wegen der Corona-Krise hatte sich die 75-Jährige Ende März schweren Herzens entschlossen, eine Pause einzulegen.

Plexiglas-Schutz auf der Theke des Geschäfts

Eigentlich hätte sie, weil sie in dem Geschäft ja Lebensmittel anbietet, nicht schließen müssen. Die Entscheidung hatte sie aus freien Stücken getroffen - weil sie selbst schon über 70 ist. Und auch, um sich genug Zeit zu nehmen, das kleine Geschäft zu wappnen und den Hygienestandards in Pandemie-Zeiten anzupassen.

Das ist mittlerweile passiert: Auf der Theke in dem Geschäft - die übrigens noch original aus den 50er-Jahren ist - ist ein großer Aufsteller aus Plexiglas, den Elisabeth vom Hofe hat anfertigen lassen. Mundschutze hat die Borkerin auch selbst genäht - „aus Langeweile“, wie sie lachend erzählt. Denn: Den Alltag in ihrem Geschäft hat sie sehr vermisst, sagt sie. Vor allem die Gespräche mit den Kunden, so sagt es die Borkerin, die von manchen auch Tante Emma oder Tante IFA genannt wird, habe sie sehr vermisst.

Am Montag, 18. Mai, wird Elisabeth vom Hofe das Geschäft nun wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten öffnen.

„Ich hoffe jetzt, dass unsere Kunden auch wiederkommen“

Sie ist schon seit ihrem 14. Lebensjahr im Beruf, hat direkt nach der Schule damit angefangen. Dass eine Pandemie wie Corona die Welt - und damit auch die Geschäftswelt in Deutschland - so durcheinanderwirbelt: Sie hätte das nie gedacht, sagt Elisabeth vom Hofe.

Plexiglas-Scheiben stehen auf der Theke des Geschäfts, in dem natürlich auch die Mundschutzpflicht gilt.

Plexiglas-Scheiben stehen auf der Theke des Geschäfts, in dem natürlich auch die Mundschutzpflicht gilt. © Marie Rademacher

Dass am Montag - wenn auch mit Plexiglas-Scheiben und Mundschutz - nun wieder etwas mehr Normalität einkehrt, freut sie sehr. „Ich hoffe jetzt, dass unsere Kunden auch wiederkommen“, sagt sie. In ihrem Geschäft gibt es eigentlich alles für den täglichen Bedarf: ob Nudeln, Kaffee, Nähgarn, Puddingpulver oder frische Wurstwaren. Auch ein DHL-Shop gehört dazu. Geöffnet hat das IFA-Häuschen montags von 8 bis 12.30 Uhr, dienstags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr und samstags von 7 bis 12.30 Uhr.

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