Immer diese Elterntaxis: Stadt Selm will junge Fußgänger in den Mittelpunkt rücken

Mobilitätswoche

Verkehrsberuhigte Bereiche gibt es einige in Selm. Insbesondere spielende Kinder sollen da Vorrang haben. Die Realität sieht oft anders aus. Und daran sind nicht selten die Eltern schuld.

Selm

, 15.09.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Immer diese Elterntaxis: Stadt Selm will junge Fußgänger in den Mittelpunkt rücken

Ein Schild "Spielstraße" mahnt Autofahrerinnen und Autofahrer, Fußgänger - nsbesondere spielenden indern - Vorrang einzuräumen und nur Schrittgeschwindigkeit zu fahren. © picture alliance / dpa

Kinder erlebten ihre Umwelt oft „nur noch vom Rücksitz eines Autos“, stellt Malte Woesmann für die Selmer Stadtverwaltung fest. Anstatt sie zu selbstständigen und kundigen Fußgängern zu erziehen, würden Eltern ihre Kinder lieber chauffieren - und sorgten dafür regelmäßig selbst für „chaotische Situationen“.

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Elterntaxis provozieren vor Grundschulen regelmäßig lange Rückstaus und gefährliche Momente. Dabei ließe sich laut Stadtverwaltung die Situation leicht entschärfen.

Wenn Kinder und Eltern zu Fuß gingen, würden sich die Zahl der brenzligen Situationen verringern und gleichzeitig käme es zu Lernprozessen, „die Selbstständigkeit und Bewegungskompetenz der Kinder fördern“.

Erstklässler besichtigen verkehrsberuhigte Bereiche

Die Stadt wil es nicht bei Appellen belassen. Sie will zwischen Montag, 16. September, und Sonntag, 22. September, Kinder für das Zufußgehen begeistern. Die Europäische Mobilitätswoche rückt in Selm Grundschülerinnen und Grundschüler in den Fokus. Dabei hat die Stadtverwaltung wichtige Mitstreiter.

Die Erstklässlern der Overbergschule werden zum Beispiel verkehrsberuhigte Bereiche besichtigen und mit Kreide Verkehrszeichen auf die Straße malen. Die im Alltag oft vergessene Botschaft - hier haben Fußgänger, insbesondere spielende Kinder Vorrang - soll Autofahren damit verstärkt ins Bewusstsein gebracht werden.

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