Jahrelange Umbauarbeiten im Altenwohnhaus St. Josef sind beendet: Jetzt wird gefeiert

hzAltenwohnhaus St. Josef

Mit der Renovierung der Wäscherei fing es vor fast fünf Jahren an - seitdem war im Altenwohnhaus St. Josef an der Kreisstraße immer irgendwo Baustelle. So sieht es jetzt dort aus.

Selm

, 30.10.2019, 04:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Unterschied fällt den Gästen gleich beim Betreten des Altenwohnhauses St. Josef auf. Der gesamte Eingang ist neu gestaltet. Die Kapelle, die auch die alte Josef-Kirche ersetzt steht direkt daneben. Mehrere Jahre wurde im Altenwohnhaus St. Josef umgebaut. Nun ist Schluss mit Staub und Lärm: Das Altenwohnhaus feiert das am Mittwoch (30. Oktober) mit rund 80 geladenen Gästen.

„Wir sind absolut glücklich, dass es so geworden ist, wie es jetzt ist“, sagt Monika Schöler, Hauswirtschaftsleiterin des Altenwohnhauses. Sie hat die fast fünf Jahre Umbau mitgemacht. „Es war sehr anstrengend“, sagt sie rückblickend. Los ging es mit einer Renovierung der Wäscherei. Vor über zwei Jahren ging es dann an den Eingangsbereich und die Kapelle.

Bauschutt verschwand in dieser Woche

Zuletzt waren die Handwerker damit beschäftigt, die Umkleiden für die Mitarbeiter, den Empfang, Besprechungsräume und das Außengelände umzubauen. Erst am Montag haben sie den restlichen Bauschutt dort entfernt. Statt der Reste ist durch die Fenster der Gänge nun frisch geharkte Erde in den Beeten zu sehen. Was nun noch kommt, seien „Kleinigkeiten“, so Schöler. Letzte kleine Mängel, einige Abnahmen, ein bisschen an der Außenanlage.

Das Ergebnis des langen Umbaus kann sich aber sehen lassen, findet Monika Schöler. Allein der Eingang zum Haus ist nun viel seniorengerechter. Ein Aufzug ersetzt nun die alte, steile Rampe, über die Rollatoren und Rollstühle geschoben werden mussten. „Das war teilweise schon gefährlich“, sagt Schöler. Auch innen hat sich einiges getan. Die Gäste seien von der Helligkeit der Räume begeistert, erzählt Schöler, auch der Platz zwischen altem Kirchturm der Josef-Kirche und Altenwohnhaus lädt nun mehr zum Verweilen ein. Einzig die moderne Gestaltung der neu gebauten Kapelle treffe nicht jeden Geschmack. Als Ausgleich hängen nun die alten Kirchenfenster der Josefskirche im Eingangsbereich.

Wohlfühlbad statt kleinerer Badezimmer

Innen ist es bei der Größe von 120 Betten geblieben, die in vier Wohnbereiche aufgeteilt sind. Jeder der Wohnbereiche hat nun einen größeren Aufenthaltsbereich. Dafür sind Abstellräume und Badezimmer weggefallen, sagt Schöler. Die Bewohner haben ein Bad mit Dusche auf ihrem Zimmer, können nun aber auch das neue große Wohlfühlbad nutzen. Dort steht eine Badewanne.

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Besuchern fällt zuerst der neue Eingang des Altenwohnhauses St. Josef auf. Statt steiler Rampe gibt es nun einen Fahrstuhl.© Jessica Hauck
Der Umbau des Altenwohnhauses St. Josef ist nach mehreren Jahren zu Ende.© Jessica Hauck
Monika Schöler, Hauswirtschaftsleiterin des Altenwohnhauses St. Josef, im neu gebauten Eingangsbereich: Gäste und Bewohner müssen nun nicht mehr eine Rampe hinauf laufen, sondern können einen Fahrstuhl nutzen.© Jessica Hauck
Vier kleine Badezimmer in den Wohnbereichen sind weggefallen, dafür gibt es jetzt ein großes Wohlfühlbad.© Jessica Hauck
Große Fenster, durch die viel Licht fällt, moderne Gestaltung: Die Kapelle am Altenwohnhaus trifft nicht jeden Geschmack, bietet aber Platz für Gottesdienste und andere Veranstaltungen.© Jessica Hauck
Im Eingang des Altenwohnhauses, an der Wand zur Kapelle, hängen alte Fenster aus ehemaligen Kirche St. Josef. Sie werden mit LED-Lichtern beleuchtet.© Jessica Hauck

Bis alles wieder schön, hell und freundlich aussah, war es ein langer Weg. „Wir hatten ganz viel Lärm, viel Staub, viel Dreck“, erzählt Monika Schöler. In den Wohnbereichen wurde bei laufendem Betrieb teils mit Staubschutzwänden gearbeitet. Mitarbeiter mussten in Büros zusammenrücken, weil andere Räume renoviert wurden. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass es den Zusammenhalt im Altenwohnhaus gestärkt habe, erzählt die Hauswirtschaftsleiterin.

Bewohnerin: „Innen wunderschön“

Nicht eine Beschwerde über den Umbau habe sie von den Bewohnern bekommen, sagt Schöler, die auch Qualitätsbeauftragte ist. „Da muss man durch“, sagt eine Seniorin, die sich mit vier weiteren Bekannten nach dem Mittagessen draußen in der Herbstsonne vor dem Altenwohnhaus getroffen hat, auf die Frage nach Unannehmlichkeiten während des Umbaus. Nach dem Umbau sei dafür „alles besser“, sagt die Frau. „Von innen ist es wunderschön“, pflichtet ihr ihre Bekannte bei.

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Dem gelungenen Umbau schreibt es Monika Schöler deshalb auch zu, dass nun wieder mehr Gäste von Außerhalb das Altenwohnhaus besuchen. Für den Mittagstisch gebe es nun wieder „richtig viele Anfragen“. Und auch zwei Seniorengruppen haben das Altenwohnhaus zu ihrem Treffpunkt auserkoren. Eine habe ihr Treffen aus Bork hier hin verlegt, und könne nun das Café nutzen. Für Schöler hat sich der der ganze Aufwand, Dreck und Staub damit gelohnt.

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