Jetzt kommt der Herbst: Auch in Selm wird es kühler und nasser

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Mode und Pflanzen sind die beiden Faktoren, die bei einem Wetterwechsel wichtig werden. Experten erzählen, worauf wir uns in der beginnenden Jahreszeit einzustellen haben.

Selm

, 23.09.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kleine Pilze, buntes Herbstlaub, ein Korb mit Kastanien. Wer am Schaufenster von PeGa-Moden an der Kreisstraße vorbeischlendert, sieht auf einen Blick: der Herbst ist da. Dazu dominieren an den Kleidungstücken die Farben Cognac, Dunkelrot und Honiggelb, gerne in kleinem Karo-Muster. Das seien die Trends dieses Herbstes, erzählt PeGa-Moden-Inhaberin Gabriele Redemann.

Kalendarischer Herbstbeginn bringt kühle Luft

Nicht nur im Schaufenster auch im Kalender ist der Herbst nun eingezogen. Die Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. September war Stichtag dafür. Das Wetter zieht nach und beendet in den nächsten Tagen den Spätsommer. Die Temperaturen sinken, dankeswerter Weise langsam, aber kontinuierlich bis zum Wochenende um etwa 15 Grad.

Am Mittwoch gibt es noch mal Warmluft und bis zu 25 Grad. Abends kommen dann dichte Wolken auf und in der Nacht zum Donnerstag gibt es den ersten leichten Regen. „Das ist der Anfang des Beginns des Endes des Spätsommers“, sagt Erwin Hafenrichter, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Die 18 bis 20 Grad am Donnerstag (24.9.) sind dann schon eher der Jahreszeit entsprechend.“ Am Wochenende dann herrschen nur noch Temperaturen von 13 bis 15 Grad, die am Sonntag eventuell von Schauern begleitet werden. „Der große Regen ist aber nicht zu erwarten“, sagt Hafenrichter.

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Insgesamt sei es erneut zu warm und zu trocken gewesen. Zum Vergleich: Der September war bis einschließlich Montag (21.9.) mit durchschnittlich 17,1 Grad um 2,7 Grad wärmer als im langjährigen Mittel (DWD-Messstation Essen). Auch die Niederschalgsmenge lag mit 10,7 in Coesfeld gemessenen Litern knapp 50 Liter unter dem Mittelwert und somit 16 Prozent unter dem Soll.

Bäume schneiden, Rosen abdecken

Den Selmer Gärtner Sebastian Jacoby interessieren Mittelwerte nicht, sondern nur, was die Gärten jetzt brauchen. „Zum Herbst hin müssen die Gräser und Bäume zurückschnitten werden, damit sie im Frühling wieder austreiben können“, rät er. Hecken hingegen, zum Beispiel Rosen, sollten aber erst im Frühling beschnitten werden. Da Rosen auch sehr frostempfindlich sind, sollte man sie den Winter über abdecken. „Und ich rate dazu, jetzt Wiesen zu vertikutieren“, sagt der Pflanzenexperte. „Das belüftet die Wiese. Außerdem sollte man jetzt Dünger draufpacken.“

Bei der Mode-Insel an der Kreisstraße ist der Herbst hingegen bisher kaum eingezogen. „Wir haben schon Kleidung in Gelbtönen und braun im Angebot und Strickjacken sind jetzt im Trend“, erzählt Mitarbeiterin Nicole Sperl, „aber die Leute gucken auch noch viel nach Sommersachen.“

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