Kampf gegen Elterntaxis: Wäre eine teilweise Sperrung der Südkirchener Straße möglich?

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Auf der Südkirchener Straße wird es morgens zu Schulbeginn besonders voll. Viele Eltern fahren ihre Kinder bis kurz vor die Schule. Könnte eine Sperrung, die nur Busse durchlässt, helfen?

Selm

, 29.11.2019, 09:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eltern, die ihre Kinder bis kurz vor die Schultür bringen, sind ein Ärgernis für viele Schulen. Von Blechschäden und einem Kind, das im Sommer von einem Elterntaxi touchiert wurde, berichtet zum Beispiel Andrea Dabrowski, die Konrektorin der Ludgerischule. Selbst beim anschließenden Gespräch darüber, hätten die betroffenen Eltern keine Einsicht gezeigt.

Eine Möglichkeit die Situation zu entschärfen, sind sogenannte Hol- und Bringzonen. Doch die werden „viel zu wenig genutzt“, sagt Dabrowski. Obwohl eigentlich jeder Schüler und jedes Elternteil durch die Informationspolitik der Schule Bescheid wissen müsse, wo sich diese Hol- und Bringzonen befinden.

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Eine Sperrung, die nur Busse passieren lässt?

Aber gäbe es noch eine andere Möglichkeit, um das Problem einzudämmen? „Ich hatte mir eigentlich eine andere Umleitungssituation gewünscht“, sagt Andrea Dabrowski in Hinblick auf die Baustelle an der Straße Auf der Geist. Die aktuelle Regelung führt noch mehr Verkehr über die ohnehin schon enge Südkirchener Straße.

„Vielleicht wäre es auch denkbar, dass die Südkirchener Straße nicht für den Durchgangsverkehr geöffnet ist“, überlegt Dabrowski. Zumindest auf dem unteren Teilstück, sodass nur Busse dort einfahren könnten, nicht aber die Autos.

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Anlieger müssen an ihre Grundstücke kommen

Eine praktikable Lösung? „Nein, dies ist keine Lösung“, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann klar. Die Südkirchener Straße habe als Kreisstraße eine überörtliche Erschließungsfunktion. Auch das Stück zwischen den Einmündungen Auf der Geist und Ludgerischule, das nicht mehr zur K6 gehört, erfülle eine wichtige Verbindungsfunktion.

„Außerdem müssten Anlieger jederzeit an ihre Grundstücke kommen, sodass das Zusatzzeichen ‚Anlieger frei‘ gewählt werden müsste“, erklärt Woesmann. Das wiederum berechtigt auch an das Schulgrundstück heranzufahren. Das Problem wäre somit nicht behoben.

„Eine Sperrung würde nach Ansicht der Stadtverwaltung grundsätzlich das Problem nur verlagern und löst es nicht“, sagt Woesmann weiter. „Wichtiger ist es, den Eltern aufzuzeigen, warum es sinnvoll und gut ist, wenn Kinder zur Schule laufen.“

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