Kanalbauarbeiten beeinträchtigen Verkehr am Sandforter Weg – ADFC kritisiert Beschilderung

hzAuenpark

Warnbaken beeinträchtigen den Verkehr am Sandforter Weg. Das Wetter verzögert die Arbeiten. Der ADFC ist trotz Ausbesserung noch nicht zufrieden mit der Beschilderung.

Selm

, 10.03.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein gewohntes Bild sind Baustellenfahrzeuge, Zäune und Warnbaken im Bereich der Aktiven Mitte in Selm. Letztere beeinträchtigen momentan den Verkehr am Sandforter Weg. Auf der Brücke über dem Selmer Bach ist die Straße verengt. Auf dem Bürgersteig bis auf die Straße stehen Warnbaken, die Fußgänger und Radfahrer umleiten.

Grund dafür seien „vorbereitende Arbeiten“, wie Stadtsprecher Malte Woesmann vor rund einem Monat auf Anfrage dieser Redaktion mitteilte. Für diese Arbeiten waren ursprünglich rund drei Wochen veranschlagt. Momentan stehen die verkehrsbeeinträchtigenden Warnbaken jedoch noch dort.

Wetter verzögert Maßnahmen

Bei den Arbeiten handelt es sich genauer um Kanalbauarbeiten. „Diese sind für die künftige Entwässerung des Auenparkes notwendig. Um diese Arbeiten durchführen zu können, müsse erst noch das Grundwasser abgesenkt werden, erklärte Woesmann jetzt auf Anfrage.

Die Verzögerung der Fertigstellung habe mit den Wetterverhältnissen zu tun: „Dies konnte in dem Bereich aufgrund des Wetters in den vergangenen Tagen nicht wie geplant geschehen. In Kürze sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden“, sagt er weiter.

ADFC unzufrieden mit Beschilderung

Dem Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) Selm, Christian Jänsch, stoßen die Warnbaken jedoch sauer auf. Oder eher die Beschilderung. Tatsächlich waren am Freitagnachmittag, 8. März, immer wieder Radfahrer zu beobachten, die nicht durch die Baken, sondern an ihnen vorbei über die Straße fahren. Laut der Beschilderung ist das allerdings verboten.

Ein blaues Gebotsschild hält die Radfahrer an, den Weg durch die Barken hindurch zu nehmen. Genauso wie die Fußgänger. Für einen Gemeinsamen Geh- und Radweg ist es hier jedoch sehr schmal. „Nach dem einschlägigen Regelwerk ‚ERA‘ (Anm. d. Red.: Empfehlungen für den Bau von Radverkehrsanlagen) soll ein gemeinsamer Geh- und Radweg eine Mindestbreite von 2,5 Metern haben, wenn er in einer Richtung benutzt wird“, erklärte Jänsch vor rund zwei Wochen. Der Weg messe allerdings nur etwa 1,2 Meter.

Viele fluchende Autofahrer

Die Stadt reagierte bereits und ließ vergangene Woche ein weiteres Schild unter dem blauen Gebotsschild anbringen: „Radfahrer absteigen“, heißt es hier. „Das ist kein bindendes Verkehrszeichen“, meint Jänsch jedoch dazu. Dennoch lenkt er ein, dass es wohl vorallem für die vielen radfahrenden Schulkinder sicherer sei, durch die Barken hindurch zu schieben, als über die Straße zu fahren.

Denn: Nicht einmal zwei Autos passen auf der Brücke aneinander vorbei, ein Schild für die Vorfahrtsregelung findet sich allerdings nicht. Das Ergebnis: viele sichtbar fluchende Autofahrer.

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