Kimberly Niemeyer ärgert sich über Polizeikontrollen: Viele Tuner sind nicht gekommen

hzTuning-Veranstaltung

Um Geld für ein Hospiz zu sammeln, hatte Kimberly Niemeyer (25) Tuner aus dem ganzen Land auf das Lasise-Gelände geladen. Auch die Polizei war gekommen - und ließ nicht jeden Fahrer durch.

Bork

, 04.08.2019, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es sind verdammt viele wieder umgedreht“, ärgerte sich Kimberly Niemeyer (25), Organisatorin des Tuner-Treffens „Brands for Hospice“. Die Einnahmen der Veranstaltung am Sonntag (4. August) sollen dem Hospiz Lebenshaus in Münster zu Gute kommen. Alleine von ihren VIP-Gästen, die in der Auto-Tuner-Szene allesamt bekannt sind, sei nur die Hälfte gekommen, so Niemeyer. Der Grund für ihr Fehlen liegt für sie auf der Hand: Die Polizeikontrollen waren Schuld.

Denn schon einige hundert Meter vor dem Eingang des Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm gGmbH (Lasise) erwarteten am Sonntag rund 20 Polizisten die eintreffenden Fahrzeuge. Dabei ging es ihnen nach eigenen Angaben vor allem darum, Aufklärung zu betreiben.

„Da geht einem teilweise das Herz auf“

„Es ist ja auch vieles in Ordnung“, erklärte Polizeihauptkommissar Thomas Stoltefuß. Er selbst war immer wieder begeistert, was für Autos an ihm vorbeifuhren. „Da geht einem teilweise das Herz auf.“ Auch die gemeinnützige Veranstaltung selbst fand er gut. Aber „wir haben einen gesetzlichen Auftrag“, betonte er.

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"Brands for Hospice": Tuner-Treffen auf dem LaSiSe-Gelände

Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.
04.08.2019
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Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Das Titanikblau dieses 2002 gebauten BMW e46 325ci sorgte für viel Aufmerksamkeit. © Pascal Albert
Der Fahrer dieses 29 Jahre alten BMW e30 325i kam extra aus Waldek nach Bork. Er hatte über Facebook von der gemeinnützigen Veranstaltung erfahren.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Mathias Becker gehört zur "Thin Blue Line". Die ehrenamtliche Gruppe plädiert für mehr Respekt für die Polizei. Die Bewegung kommt aus den USA.© Pascal Albert
Schon das Desing des Dodge Ram zeigt, dass Mathias Becker und die "Thin Blue Line" Freunde der Polizei sind.© Pascal Albert
Zu den besonderen Highlights bei "Brands for Hospice" gehörte ein Alpine, ein französischer Sportwagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Manche Wagen sorgten nicht nur mit ihrem Äußeren für viel Aufsehen. Auch der Motorraum dieses Chryslers wurde von vielen Besuchern genau begutachtet.© Pascal Albert
Einige Fahrer wurden zwar von den Polizeikontrollen am Eingang abgeschreckt, aber dennoch kamen viele Tuner zur gemeinnützigen Veranstaltung "Brands for Hospice" und präsentierten ihre spektakulären Wagen.© Pascal Albert
Viele Besucher nutzten das Tuner-Treffen, um sich über ihr liebstes Hobby auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.© Pascal Albert

Und daher sei es wichtig, auch bei einer solchen Veranstaltung präsent zu sein und gefährliche Fahrzeuge zu erkennen. „Manche schrauben selber, dann wird es gefährlich“, erklärte er. Neben den Polizisten waren auch einige Gutachter und Sachverständiger dabei. „Wenn etwas zu beanstanden ist, können wir direkt Ross und Reiter nennen.“

Ärger über querfahrende Gutacher

Die Resonanz der Autofahrer sei gut gewesen, so Thomas Stoltefuß. „Dass die prüfen, ist an sich ok“, meinte auch die Kölnerin Yasmin. Die Polizisten seien zudem alle nett gewesen. Doch über die Gutachter vom TÜV ärgerte sich die Fahrerin eines BMW e46 325ci. „Dass die da quer gefahren sind, da ist Schluss mit lustig“, sagte sie.

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Bei der Kontrolle sei den Polizisten aufgefallen, dass es an der zweiten Achse Kontaktspuren auf den Reifen und an den Kotflügeln gegeben habe. „Wir haben das dann überprüfen lassen müssen“, erklärte Marlon Groshek vom Polizeipräsidium Dortmund. „Sie gucken dann, ob der Reifen in der Querlage Kontakt hat.“ Und das müsse man eben auch „entsprechend sportlich testen“.

„Thin Blue Line“ plädiert für mehr Respekt gegenüber der Polizei

Während nicht alle Anwesenden immer gut auf die Polizei zu sprechen waren, zeigte Mathias Becker von der „Thin Blue Line“-Gruppe schon mit seinem Auto, dass er ein Fürsprecher der Beamten ist. Seine Nachbildung eines Dodge Ram war ganz im Stile eines Polizeiwagens designt. „Wir wollen für mehr Respekt für die Polizei plädieren“, erklärte er die Beweggründe der ehrenamtlichen Gruppe.

Am frühen Mittag hatte die Polizei erst wenige Gutachten erstellen müssen. Für den Besitzer eines Wagens war die Fahrt aber noch vor der Ankunft am Lasise-Gelände komplett beendet. Denn sein Fahrzeug musste stillgelegt werden.

„Viel Geld, was für das Hospiz verloren gegangen ist“

Bei einem anderen Wagen, erzählte Marlon Groshek, sei der Abgasfilter ausgebaut gewesen. „Er müsste dann eigentlich viel mehr Steuern zahlen“, sagte er. Zudem sei das Auto auch noch zu laut gewesen. 128 Dezibel maßen die Beamten, etwas mehr als 80 seien für das Fahrzeug erlaubt gewesen.

Dass die Polizei kontrollieren würde, wusste Organisatorin Kimberly Niemeyer bereits im Vorfeld. Dennoch war die Gründerin der Facebook-Tuning-Gruppe „BrandsExtasy“ überrascht über das große Aufgebot.

Kimberly Niemeyer ärgert sich über Polizeikontrollen: Viele Tuner sind nicht gekommen

Kimberly Niemeyer hatte die Tuning-Veranstaltung am Lasise organisiert. © Sabine Geschwinder

Die Borkerin ärgerte es vor allem, dass viele Tuner von der Polizei abgeschreckt wurden und gar nicht erst kamen. „Das ist sehr viel Geld, was für das Hospiz verloren gegangen ist“, sagte sie. Denn jeder mindestens 16-jährige Besucher zahlte fünf Euro Eintritt, die komplett an das Hospiz gingen.

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