Im Ferienlager im Sommer konnten Kinder aus den Hochwassergebieten bei den Pfadfindern in Selm abschalten. Die Aktion wird in der nächsten Woche wiederholt. © Pfadfinder
Querfeldein 2.0

Kinder aus Hochwassergebieten erneut zu Gast bei Selmer Pfadfindern

Im Sommer kamen erstmals Kinder aus den Flutgebieten für ein Ferienlager zu den Pfadfindern nach Selm. In der kommenden Woche gibt es eine Neuauflage, das Interesse nimmt dabei zu.

Drei Monate liegt die große Flut zurück, die vor allem das Ahrtal mit voller Wucht getroffen hat. Auch die Kinder in den betroffenen Regionen durchleben eine schwierige Zeit. Die Selmer Pfadfinder des Stamms St. Josef helfen deswegen – und das nicht zum ersten Mal. Im August waren bereits rund 40 Kinder aus den Flutgebieten für ein einwöchiges Ferienlager unter dem Motto „Querfeldein“ zu Gast bei den Pfadfindern in Selm. „Alle Kinder waren hellauf begeistert, wir hatten eine richtig tolle Zeit. Wir hatten das Gefühl, dass die Kinder abschalten und aus ihrer Situation ausbrechen konnten“, blickt Robin Siemerling, Mitglied der Leiterrunde, auf das Sommercamp zurück.

Austausch der Gäste mit Pfadfindern aus Selm

Deswegen war schnell klar, dass es eine Neuauflage in den Herbstferien geben wird. Zu „Querfeldein 2.0“ in der kommenden Woche (18. bis 23. Oktober) sind erneut Kinder zwischen 8 und 14 Jahren eingeladen, die die Organisatoren mit einem Reisebus zu Hause abholen. „Es ist schön, dass wir diesmal mehr Anmeldungen haben als im Sommer“, so Mitorganisator Robin Siemerling. Einigen Kindern habe es so gut gefallen, dass sie erneut teilnehmen. Damit keine Plätze frei bleiben, werden die übrigen Plätze mit Kindern gleichen Alters aus dem Selmer Stamm aufgefüllt. „Das hat einen schönen Nebeneffekt: Unsere Kinder können den Gästen, die ja nicht unbedingt Pfadfinder sind, diese Welt näherbringen. Somit haben wir einen Austausch“, erklärt Robin Siemerling.

Das geplante Programm ist vielfältig und reicht vom Besuch im Kletterwald über Gruppenaktionen wie das gemeinsame Designen von T-Shirts bis zu den allabendlichen Lagerfeuerrunden. Ziel ist es erneut, den Kindern alle Möglichkeiten zu bieten, um die Ferienzeit richtig zu genießen.

Lager wird durch zahlreiche Spenden aus dem Sommer finanziert

„Dich erwarten neben spannenden Entdeckungen inmitten der Natur auch wieder Abenteuerspiele, neue Freunde und erholsame Lagerfeuerabende in geselliger Atmosphäre. Wir zeigen Dir eine Woche lang die Welt der Pfadfinder und die vielen spannenden Erlebnisse drum herum“, wirbt das Lagerteam in einem Flyer. Hauptsächlich kümmern sich Pfadfinder des Stamms St. Josef um die Betreuung der Kinder, sie werden dabei von einigen Helfern aus anderen Stämmen im Bezirk Coesfeld unterstützt.

Finanziert wird die Aktion für die Kinder aus den Flutgebieten über Spenden, die bereits im Sommer in großem Umfang bei den Organisatoren eingegangen sind. Dabei sind so viele Geld- und Sachspenden zusammengekommen, dass die Pfadfinder im Vorfeld des zweiten Lagers auf einen erneuten Aufruf verzichten. „Wir waren völlig perplex, wie viele Leute sich bei uns gemeldet haben und hilfsbereit waren“, berichtet der Selmer Pfadfinder.

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