Kindernotbetreuung während Corona-Pandemie: Bedarf nach Lockerung in Selm nicht gestiegen

Coronavirus

Bundesweit sind wegen der Corona-Pandemie gerade die Schulen und Kitas geschlossen. Es gibt zwar eine Notbetreuung - in Selm wird diese auch nach einer Lockerung nicht viel genutzt.

Selm

, 26.03.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kitas und Schulen sind gerade schlossen.

Kitas und Schulen sind gerade schlossen. © dpa

Die Regeln für die Notbetreuung von Kindern in Zeiten von Corona haben sich am Montag gelockert: Jetzt können während der Zeit, in der die Schulen und Kitas geschlossen sind, auch Kinder betreut werden, von denen nur ein Elternteil einen medizinischen, pflegerischen oder anderen systemrelevanten Beruf ausübt.

Diese Lockerung hatte in Selm keine große Auswirkung auf die Zahlen, sagt Selms Erste Beigeordnete Sylvia Engemann im Gespräch mit der Redaktion. „Wir haben seitdem keinen signifikanten Unterschied beobachtet“, sagt sie.

Überhaupt ist die Zahl der Kinder, die in Selm in der Notbetreuung sind, sehr niedrig. In den Kitas sind es 13, in die Schulen kommen täglich fünf Kinder zur Notbetreuung (Stand Dienstag, 24. März).

Clusterbildung vermeiden

„Das kann natürlich in der nächsten Zeit noch schwanken, aber allgemein ist der Umgang der Eltern mit der Situation sehr verantwortungsvoll“, so Sylvia Engemann.

Weiterhin ist es auch so, dass jede Schule und jede Kita eine Notbetreuung anbietet und es keine zentrale Stelle dafür gibt. „Wir wollen ja Clusterbildung vermeiden“, betont Sylvia Engemann. Alle Kinder in einem Raum zusammen zu betreuen - genau das sei jetzt grundverkehrt.

Auch in den Osterferien soll diese Art der Betreuung aufrecht erhalten werden.

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