Klimawald in Cappenberg Selmer Verein hat erste Bäume gepflanzt

Redakteurin
Auf der Fläche, die die Stadt Selm am Cappenberger Damm zur Verfügung gestellt hat, werden Eichen, Buchen und Ulmen gepflanzt.
Die Hälfte des ein Hektar großen Klimawaldes in Cappenberg ist bereits gepflanzt. Das Projekt realisiert der Verein Selm pflanzt. © Günther Goldtein
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Wer von Cappenberg aus in Richtung Südkirchen unterwegs ist und während der Fahrt über den Cappenberger Damm den Blick nach rechts schweifen lässt, der sieht, dass sich etwas getan hat auf der Fläche des zukünftigen Klimawaldes. Der Verein „Selm pflanzt“ hat die ersten Bäume gepflanzt.

„Wir konnten bereits gut die Hälfte der Fläche mit Bäumen bepflanzen“, sagt Jesaja Michael Wiegard, der gemeinsam mit Sandra Bäßler und Thorsten Hoppe die Vereinsgeschicke lenkt. Der Verein, der sich aktuell noch in seiner Gründung befindet, hat sich zur Aufgabe gemacht, in Selm mehr ökologische Grünflächen entstehen zu lassen. Der ein Hektar große Klimawald in Cappenberg ist das erste Projekt, das der Verein realisiert – unter anderem mit der Unterstützung der Stadt, die die Fläche zur Verfügung stellt, und den Stadtwerken, die bereits bei der Errichtung des Wildschutzzauns geholfen haben.

Sandra Bäßler und Jesaja Michael Wiegard (Foto) sind gemeinsam mit Thorsten Hoppe der Kopf des Vereins.
Sandra Bäßler und Jesaja Michael Wiegard sind gemeinsam mit Thorsten Hoppe der Kopf des Vereins. © Sophie Schober

Im Dezember geht es weiter

Doch noch sind nicht alle Bäume gepflanzt. „Am 17. Dezember haben wir wieder eine Pflanzaktion in Cappenberg. Wenn alles gut geht und das Wetter mitspielt, dann wollen wir die restlichen Bäume pflanzen“, so Jesaja Michael Wiegard im Gespräch mit der Redaktion. Dann ist der Verein auch wieder auf helfende Hände von Freiwilligen angewiesen, die Jesaja Michael Wiegard und sein Team bei ihrem Klima-Vorhaben unterstützen.

Auf der Fläche werden Buchen, Eichen und Ulmen gepflanzt. Sie gedeihen auf dem Boden vor Ort, wie ein Gutachten ergab, erklärt Sandra Bäßler. Zudem passen sie gut zu den Bäumen, die im Cappenberger Forst nebenan stehen. Dort, wo jetzt der Wildschutzzaun steht, soll im kommenden Jahr eine Hecke gepflanzt werden, die den Klimawald von der Straße trennt. Perspektivisch wird der Zaun dann verschwinden, wenn die gepflanztem Bäume so groß sind, dass Wild für sie keine Gefahr mehr ist.

Auf der Fläche, die die Stadt Selm am Cappenberger Damm zur Verfügung gestellt hat, werden Eichen, Buchen und Ulmen gepflanzt.
Auf der Fläche, die die Stadt Selm am Cappenberger Damm zur Verfügung gestellt hat, werden Eichen, Buchen und Ulmen gepflanzt. © Günther Goldstein

Preisgeld sichert Finanz-Puffer

Insgesamt soll das Vorhaben zwischen 15.000 und 20.000 Euro kosten, wie Wiegard vor einiger Zeit erklärte. „Wir haben finanzielle Unterstützung unter anderem von den Stadtwerken und der Volksbank bekommen“, so Wiegard. Hinzukommen 1.250 Euro Preisgeld, die der Verein zusammen mit dem Klimaschutzpreis in diesem Jahr bekam.

Was mit dem Geld gemacht wird, weiß Jesaja Michael Wiegard genau: „Wir sind froh über diesen finanziellen Puffer, denn wir wissen nicht, wie sich die Preise für Materialien weiter entwickeln. Aber wir halten unsere Finanzen auf jeden Fall zusammen, damit wir den Klimawald realisieren können.“

Das einzige Vorhaben soll der kleine Wald in Cappenberg aber nicht bleiben. Der Verein will in ganz Selm Grünflächen entstehen lassen, um dem Klimawandel etwas entgegenzustellen und die Stadt ein Stück grüner werden zu lassen.