Knöllchen-Rekord möglich: Stadt hat 277 Strafzettel in Borker Zonenparkverbot ausgestellt

hzParken in Bork

Autofahrer, kommst Du nach Bork, beachte jedes Schild, das Du siehst. Sonst könnte es teuer werden. Denn dort könnte es einen kleinen Knöllchen-Rekord geben.

Bork

, 31.07.2019, 10:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Selm hat auf der Hauptstraße in diesem Jahr bereits 277 Strafzettel ausgestellt. Sollte die Entwicklung so weiter gehen, könnte es gegenüber den Vorjahren einen kleinen Rekord an Knöllchen in Bork geben. Dabei folgt das Parken in Bork einem eigentlich einfachen Prinzip.

Knöllchen rechtens

Wer mit dem Auto Selms Ortsteil Bork ansteuert und im Dorfkern einen Parkplatz sucht, könnte jubeln, wenn er nicht genau aufpasst. Denn direkt an den eingezeichneten Parkplätzen ist nirgendwo ein Schild zu sehen, das das Parken verbietet oder zeitlich begrenzt. Im Glauben, im Borker Ortskern kostenlos parken zu können, hat so mancher schon sein Auto abgeschlossen und verlassen.

Und ist dann überrascht gewesen, dass er auf einmal ein Knöllchen hinter der Windschutzscheibe hängen hatte. Manchmal dürfte die Emotion darüber auch heftiger sein. Ärger hin, Verwunderung her: Solch ein Knöllchen wegen Falschparkens im Ortskern ist rechtens.

An der Peripherie aufgestellt

Denn der Borker Ortskern ist eine sogenannte Parkverbotszone. Die Verkehrszeichen, die an der Peripherie des Ortskerns - etwa an der Bahnhofstraße vor der Einmündung „Auf der Schlucht“ - aufgestellt sind, sind quadratisch, weiß mit einem eingeschränktem Halteverbotssymbol und der Aufschrift Zone.

Dieses Verkehrszeichen 290.1 markiert den Beginn eines eingeschränkten Haltverbotes für eine Zone.

Zusätzlich sind drei weitere Schilder anmontiert: 1. Das Schild „Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt“; 2. das Schild, dass Parken nur eine Stunde lang erlaubt ist; 3. das Schild, dass diese Regelung montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr gilt.

Für wechselnde Kunden

Diese Regelung ist selbsterklärend. Warum sie einst für Bork eingeführt wurde, erklärt Stadtsprecher Malte Woesmann auf Nachfrage: „Parkverbotszonen wurden überwiegend in den Straßen eingeführt, wo es zahlreiche Geschäfte gibt. Die Stellplätze sollen daher wechselnden Kunden zu Gute kommen.“

Aus welchem Grund auch immer sie zu lange oder falsch geparkt haben, haben jedenfalls 321 Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr ein Knöllchen auf der Hauptstraße bekommen. 2017 waren es 308 und 2016 waren es 420.

Auch in der Altstadt

Im Selmer Stadtgebiet gibt es übrigens noch eine weitere Parkverbotszone mit den entsprechenden Hinweisschildern: in der Selmer Altstadt, wie Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage mitteilt.

Da könnte man auf die Idee kommen, dass die Stadt weitere solcher Zonen plant. Doch Stadtsprecher Malte Woesman teilt der Redaktion mit: „Weitere sind derzeit nicht in Planung.“

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