Lehrer Dr. Peter Bruck wechselt nach Werne

Städtisches Gymnasium

SELM Das Städtische Gymnasium feiert sein 20-jähriges Bestehen. Und ein Mann der ersten Stunde wird die Schule nun verlassen, verteilt heute zum letzten Mal Zeugnisse. Dr. Peter Bruck geht aber noch nicht in Pension, sondern der 61-jährige Studiendirektor verbringt auf eigenen Wunsch sein letztes Lehrerjahr auf dem Anne-Frank-Gymnasium in Werne.

von Von Theo Wolters

, 01.07.2009, 07:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lehrer Dr. Peter Bruck wechselt nach Werne

Dr. Peter Bruck verlässt das Gymnasium.

Bruck hatte in den Anfangsjahren maßgeblichen Anteil an dem Aufbau des Gymnasiums. Neben ihm unterrichten noch mit Barbara Schulte-Rath und Norbert Schulte zwei weitere Lehrer der ersten Stunde.Beim Aufbau dabei

"So wie die ersten Schüler waren auch wir Lehrer damals Pioniere", so Peter Bruck. Gern erinnert er sich an die interessante Aufgabe, beim Aufbau einer Schule dabei zu sein. "Wir sind mit den Klassen hochgewachsen." Peter Bruck, er unterrichtet Englisch, Deutsch, evangelische Religion und Sozialwissenschaften, lehrte in allen drei Anfangsklassen Englisch. "Ich brauchte mich so eigentlich nur einmal vorbereiten, doch ich wollte mehr tun." So entwickelte er Arbeitsblätter für den Unterricht.Familiäre Atmosphäre  "Ab der sechsten Klasse haben wir in jedem Schuljahr auch eine Lektüre gelesen." Gern erinnert er sich noch an die familiäre Atmosphäre in den ersten Jahren: "Der Kontakt war zu allen, vom Hausmeister, Kollegen bis zu den Eltern sehr eng." Es sei toll gewesen, zu sehen, wie sich die Schule ein Profil gegeben habe.

"Ich kann mich noch gut daran erinnern, als erstmals eine Gruppe aus Workington zu Besuch war." Sie hätte solche "Ölfässer" mitgebracht, mit denen sie Musik machten. "Dies war die Geburtsstunde der Steeldrum-Band." Der Förderverein habe damals die erste Steeldrum finanziert. "In dieser Zeit wurde auch das Schulorchester gegründet.""Schüler haben sich nicht verändert"

Für Peter Bruck haben sich die Schüler in den 20 Jahren nicht verändert. "Ich sehe keine Unterschiede was die Leistungsbereitschaft angeht. Die Schüler haben sich grundsätzlich auch nicht in negativer Hinsicht verändert." Er habe sich aber durchaus etwas verändert. "Ich bin großzügiger und toleranter geworden." Warum, das wisse er nicht. "Bin wohl altersmilder gegenüber den Schülern." Er rege sich nicht mehr über Dinge auf, über die er sich vor 15 Jahren geärgert habe. Sein Ärger falle viel gedämpfter aus.

Geändert habe sich die Schule. "Aber eigentlich nur inhaltlich, nicht in der Methodik." Die Schiefertafel und Kreide gebe es immer noch. Er sei sich aber sicher, dass in einigen Jahren die Tafeln verschwinden werde. "Beim computergestützten Lernen ist sie nicht mehr notwendig.Erst Werne, dann Afrika

Dr. Peter Bruck wird nun noch ein Jahr in Werne unterrichten. Doch auch als Pensionär wird er nicht auf die Schule verzichten. "Ich werde wohl noch ein Jahr in Südafrika unterrichten." Nach dem Afrikajahr wolle er dann noch Schulbücher schreiben. "Seit 1980 bin ich auf dem Schulbuchmarkt vertreten."

40 Bücher hat er mit dem Klettverlag auf den Markt gebracht. Und wenn er mit dem Schreiben aufhört, hat er auch schon Ziele. "Ich möchte mich in der Hospizbewegung engagieren."

Eins ist aber auch sicher, die Geschichte des Städtischen Gymnasiums wird er weiterverfolgen. Schließlich war es über 20 Jahre seine berufliche Heimat.

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