Noch 2018 kamen viele Besucher nach Cappenberg, um mit dem St. Martin durch den Ort zu ziehen. © Günther Goldstein
St. Martin

Martinsumzüge in Selm, Bork und Cappenberg: Finden sie 2021 statt?

Ausgefallen sind die Martinsumzüge im vergangenen Jahr - wegen der Coronapandemie. Wie wird das 2021 in Selm, Bork und Cappenberg sein? Wir haben nachgefragt.

Sie finden wieder statt, die Martinsumzüge durch Selm, Cappenberg und Bork. Nach einem Jahr der Corona-Zwangspause stehen in diesem November die Chancen gut, wieder Kinder mit bunten Laternen auf Selms Straßen, einen St. Martin hoch zu Ross zu sehen und Laternenlieder erklingen zu hören.

Bis zu einer Teilnehmer- und Besucherzahl von 2500 Personen unterliegen die Züge aktuell keinerlei Corona-Beschränkungen, heißt es von Seiten der Stadt. Es wird nur die Empfehlung ausgesprochen, sich weiterhin an die AHA-Regeln zu halten. Noch steht die endgültige Genehmigung des Ordnungsamts für die Züge aus. Doch die Organisatoren geben sich zuversichtlich. Michael Feige, der den Selmer Zug organisiert, formuliert es so: „Ich gehe fest davon aus, dass es stattfinden wird.“

Selm:

Seit inzwischen über 50 Jahren organisiert die IGBCE-Ortsgruppe Selm/Bork den Martinsumzug durch Selm. Und seit über 20 Jahren hat Michael Feige die Strippen dafür in der Hand. Er freut sich sichtlich, dass sich die Zwangspause aus dem letzten Jahr nicht wiederholt. „In diesem Jahr ist alles wieder fast so wie gewohnt“, sagt er. Bauchschmerzen bereitet ihm jetzt, knapp vier Wochen bevor die Laternen leuchten sollen, nur die Kapelle. „Es ist richtig schwierig geworden Musiker zu finden“, berichtet Feige. Das Blasorchester Selm habe schon abgesagt und schon vor zwei Jahren habe er ohne Erfolg in der Region herumtelefoniert. Dann müssen die Teilnehmer eben umso lauter singen. Im Anschluss soll es, ebenfalls wie immer, Bratwurst und Glühwein zu kaufen geben.

Wann ist der Zug? Am Samstag, 6. November, um 17 Uhr

Wo zieht er entlang? Los geht es vom Willy-Brand-Platz Richtung Teichstraße, Landsbergstraße und Brückenstraße, über die Weidenstraße, zurück über die Talstraße zum Willy-Brand-Platz.

Infos zu den Martinstüten: Die Martinstüten kosten in diesem Jahr 4,50 Euro im Vorverkauf. Zwischen dem 25. Oktober und dem 5. November können sie erworben werden: Bei der Lottoannahmestelle Wisse (Kreissstraße 41), der Bäckerei Braune (Ludgeristraße 101), im Geschäft Spielen und Träumen (Südkirchner Straße 1) und bei der Postfiliale (Willy-Brandt-Platz 5). Es gibt aber auch eine Abendkasse, an der die Gutscheine für 5 Euro erhältlich sind.

Bork:

In diesem Jahr wird auch der Martinszug durch Bork ein wenig anders als gewohnt stattfinden. Aber immerhin findet er statt; in echt, mit Begegnung und nicht nur virtuell wie 2020. „Aber wir wollen in diesem Jahr das Gedrubbel vermeiden. Dabei würden wir uns nicht wohlfühlen“, kündigt Jochen Beese im Namen der Martinsgesellschaft Bork an. „Wir wollen die Leute diesmal bitten, sich entlang des Zugwegs aufzustellen, statt hinterherzuziehen.“

Die großen Plätze, wie die Sparkasse oder der Schulhof sollen gemieden werden. Stattdessen zieht die Gesellschaft dort vorbei, wo die Menschen wohnen. Auch den Würstchen- und Glühweinverkauf im Anschluss wird es nicht geben. „Wir haben einen Mittelweg gefunden, bei dem die Kinder wenigstens die Chance haben, St. Martin zu sehen“

Eine Kapelle gibt es, aus finanziellen Gründen, auch bei diesem Zug nicht. „Aber die Messdiener, Schützen und die Feuerwehr werden uns ins rechte Licht rücken“, verspricht Beese. „Und vielleicht gewinnen wir noch den Männergesangsverein zur musikalischen Unterstützung.“

Wann ist der Zug? Am Samstag, 6. November, um 16.30 Uhr

Wolang zieht er? Los geht es bei der Feuerwehr. Dann zieht er entlang der Lünener Straße, Stifterstraße, dem Hölderlingweg, weiter über den Rauhen Busch und die Humboldstraße, Kettlerstraße, den Wienacker, das Nierfeld, den Nikolaus-Groß-Weg, die Kardinal-von-Gahlen-Straße, Sohpie-Scholl-Weg, Bahnhofsstraße und Hauptstraße, zurück zur Feuerwehr.

Die ungefähren Zeiten, wann der Zug wo entlang kommt, „damit man nicht eine Stunde warten muss“, wie Jochen Beese sagt, werden noch bekannt gegeben.

Infos zu den Martinstüten: In diesem Jahr wird es keine Tüten geben, um den großen Ansturm am Endpunkt des Zugs zu vermeiden. Weil dieses Geld fehlt, kann keine Kapelle finanziert werden.

Cappenberg:

In Cappenberg findet der Martinsumzug in diesem Jahr wie gehabt statt. Es werden Tüten an alle Haushalte verkauft und Familien dürfen hinter dem reitenden St. Martin herziehen. Auch Brezeln, Glühwein und heiße Würstchen soll es wie in jedem Jahr im Anschluss an den Zug zu kaufen geben.

Allerdings sind die Organisatoren noch auf der Suche nach einem Pferd, das diese wichtige Aufgabe erfüllen möchte. Und auch hier ist die Sache mit der Kapelle noch nicht in trockenen Tüchern: Die Turmbläser Ascheberg, die 15 Jahre lang für die musikalische Untermalung sorgten, haben sich aufgelöst. Doch Organisator Heinrich Janssen ist zuversichtlich: „Wir haben schon eine im Blick.“

Wann ist der Zug? Am Donnerstag, 11. November, um 17.30 Uhr

Wolang zieht er? Startpunkt ist wie in jedem Jahr auf dem Parkplatz am Wald an der Borker Straße, gegenüber der Villa Janssen. Von der Borker Straße geht es dann über die Freiherr-vom-Stein-Straße, über die Straße Am Stierksken, den Gerta-Overbeck-Weg, dann links zur Feuerwehr, über die Rosenstraße, die Bischof-Vieter-Straße, dann rechts durch den Wald über den Buschkamp zur Grundschule Cappenberg.

Infos zu den Martinstüten: In den kommenden Wochen wird Heinrich Janssen mit seinem Team jeden der 600 Cappenberger Haushalte besuchen, um die Tüten für 3 Euro zu verkaufen.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
In und um Stuttgart aufgewachsen, in Mittelhessen Studienjahre verbracht und schließlich im Ruhrgebiet gestrandet treibt Kristina Gerstenmaier vor allem eine ausgeprägte Neugier. Im Lokalen wird die am besten befriedigt, findet sie.
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