Der tägliche Verdrängungswettbewerb: In der engen Ludgeristraße im Dorf weichen Fahrzeuge den breiten Bussen aus. Wenn dann auch noch Radfahrer ins Spiel kommen, wird es oft kniffelig. © Arndt Brede (Archiv)
Meinung

Mobilitätskonzept Selm: Eine große Chance, sich einzumischen

Die Stadt Selm erstellt ein Mobilitätskonzept, um auch den Fuß- und Radverkehr zu stärken. Dazu lädt sie Bürger ein, sich zu beteiligen. Das Angebot ist gut. Ignorieren Sie es nicht, liebe Selmer.

Mit dem Mobilitätskonzept betritt die Stadt Selm Neuland. Insofern, als sie jetzt gebündelt Stärken und Schwächen des Verkehrsgesamtsystems ermitteln und dann Maßnahmen ergreifen möchte. Ich stelle mir das so vor, dass man Selm, Bork und Cappenberg aus der Vogelperspektive betrachtet, also das große Ganze in den Blick nimmt, und nicht nur stückchenweise an Teilbereichen herumdoktert.

In meinen Gesprächen mit Bürgern wird deutlich, dass vieles in Selm bereits getan wurde, vor allem für die Radfahrer, die demnächst weitere Radwege bekommen werden. Aber es gibt Bereiche, da tut sich seit Jahren beziehungsweise Jahrzehnten nichts. Die Ludgeristraße in der Altstadt gehört zu den Bereichen, in denen Radfahrer auf der Fahrbahn mitfahren müssen und in Konkurrenz zu Autos, Lastwagen und Bussen stehen. Der Begriff Verdrängungswettbewerb ist manchmal genau der richtige, um die Lage zu beschreiben. Ist klar, wer das schwächste Glied ist.

Nun haben die Selmer, Borker und Cappenberger – egal ob normalerweise bevorzugt zu Fuß, per Rad oder mit dem Auto unterwegs – also die Chance, bei sogenannten Planungsspaziergängen ihre Meinung zu äußern und Ideen mit zu entwickeln, wie Probleme gelöst werden könnten. Diese Chance sollten die Bürger nutzen. Nur so kann sich Positives entwickeln. Die Internetseite https://mobildenker.de/denk-mobil-selm/ zeigt mit vielen Anregungen, dass die Bürger gewillt sind. Weiter so!

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Redaktion Selm
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